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-Archiv
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Kosovo News
In Kosovo ist vieles in Bewegung. Wer heute Prishtina besucht, wird von dem Leben und Treiben, von der Bauwut, den vielen Cafes, dem quirligen Verkehr und der Unternehmungslust der Jugendlichen überrascht sein.
Mit Kosovo News möchten wir Ausschnitte über das Leben und die Entwicklung in Kosovo an Sie weitergeben und dabei wollen wir auch- Kosovaren und Kosovarinnen, die den Wiederaufbau von Kosovo mitgestalten, nach ihren Beweggründen und Ansichten zur Zukunft befragen
- von Firmen, Ausbildungsbetrieben und Projekten hören, in denen auch Deutschlandrückkehrer mitarbeiten, wie ihre Marktchancen sind
- über Förderansätze zur wirtschaftlichen Integration von Minoritäten, Arbeitslosen und Jugendlichen berichten sowie die Entwicklung in Projekten darstellen, die wir im Auftrag von ZAV und BAMF, dem Auswärtigen Amt sowie von DEZA (Schweizer Regierung) durchführen.
Und falls Sie Fragen und Meinungen zu den Kosovo News haben, nehmen wir diese gerne auf.
Die Kosovo News sind kostenlos und werden über Vereine und Beratungsstellen verteilt.
Download von Kosovo News (PDF, 150-200 KB):- Ausgabe 10, Oktober 2004 - Deutsch
- Ausgabe 09, Juni 2004 - Deutsch / Albanisch
- Ausgabe 08, April / Mai 2004 - Deutsch / Albanisch
- Ausgabe 07, Dezember 2003 - Deutsch / Albanisch
- Ausgabe 06, Oktober 2003 - Deutsch / Albanisch
- Ausgabe 05, September 2003 - Deutsch / Albanisch
- Ausgabe 04, Juni 2003 - Deutsch / Albanisch
- Ausgabe 03, Mai 2003 - Deutsch / Albanisch
- Ausgabe 02, April 2003 - Deutsch / Albanisch
- Ausgabe 01, März 2003 - Deutsch-Albanisch
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Ein Reader über fünf Jahre Reintegrations- und Beschäftigungsförderung für Kosovo
Kosovo Reader (ca.490 kb) |
Solarenergie – eine Möglichkeit der Energiegewinnung für Kosovo
Auf Initiative von AGEF Pristina wurden Anfang Oktober interessierte Unternehmer und die Ministerien für Handel und Industrie sowie für Umwelt und Städtebau eingeladen, um künfti-ge Initiativen im Bereich der Nutzung der Solarenergie zu beraten. Die teilnehmenden Ministerien und Unternehmen diskutierten ihre Interessen und Erfahrungen zur Nutzung von Solarenergie. Die Teilnehmer beschlossen im Ergebnis, Vorbereitungen für die Gründung eines Interessenverbandes zu treffen. „Derzeitiges Ziel ist es, mit einer Informationskampagne zu beginnen und eventuell später eine Beratungsstelle für interessierte Unternehmen aufzubauen“, erklärt Dr. Baz, ein deutscher Experte für Solarenergie. „Wir möchten auch eine Demonstrations- und Pilotanlage im APPK-Haus aufbauen, die als Vorzeigeprojekt für Interessenten und als Schulungsmöglichkeit dienen soll“, sagt Bedri Xhafa, Leiter der Beschäftigungsagentur APPK.
Näheres siehe Kosovo News 6: Deutsch / Albanisch |
Arbeit stärkt den Frieden
Unter dem Motto „Krisenpräventiver Wiederaufbau“ fanden am 13.5.2004 im Haus der APPK für die Teilnehmer der „Feldstudienreise Kosovo“, organisiert von der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS), Kurzvorträge und Diskussionen mit Frau Huruglica, stellv. Leiterin des KfW-Büros in Prishtina, Herrn Ekrem Hyseni, Leiter des GTZ-Büros in Prishtina und dem Gastgeber, Herrn Bedri Xhafa, APPK-Büroleiter, statt.
„Was haben Sicherheit und Beschäftigungsförderung miteinander zu tun?", fragte Herr Xhafa in seiner Präsentation die Anwesenden. Die Antwort lautete: „Mehr als man zunächst ahnt.“ Die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Förderung von aussichtsreichen mittleren und kleinen Unternehmen tragen zur Entspannung durch Einkommenssicherung bei und eröffnen den Raum für friedliche Lebensperspektiven unter den verschiedenen im Kosovo lebenden Ethnien.
Am konkreten Beispiel konnten sich die Teilnehmer durch den Besuch Firma Eurogarten in albanisch-serbisch bewohnten Ort Lipjan überzeugen. Obwohl erst im Jahre 2000 gegründet, beschäftigt die Firma mittlerweile 18 Mitarbeiter, von denen fünf dank der APPK-Vermittlung eingestellt werden konnten.
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Workshop über wirtschaftliche Integration der Minoritäten im Kosovo
Zum Abschluss der vom Auswärtigen Amt geförderten Befragung über die wirtschaftlichen Potentiale der Minoritätenangehörigen in vier Modellregionen im Kosovo veranstaltete AGEF am 23.5.2006 in Prishtina einen Workshop, an dem sich die Vertreter von lokalen und internationalen Institutionen und Organisationen über die Ergebnisse informierten und über die Handlungsempfehlungen diskutierten.
Die Potentialanalyse stellt die Grundlage für weitere beschäftigungsfördernde Maßnahmen zur wirtschaftlichen Integration der Minoritäten im Kosovo dar. |
Feierliche Übergabe des Roma-Begegegnungshauses in Prizren
Am 8. April 2006 fand anlässlich des Welttages der Roma die feierliche Übergabe des Roma-Begegnungshauses in Prizren von der Projektimplementierungsorganisation AGEF Berlin an die NGO Rom statt.
Das Roma-Begegnungshaus wurde mit den Mitteln des Auswärtigen Amtes im Februar 2002 errichtet. Auf der Lehrbaustelle arbeiteten unter der Anleitung der deutschen Firma Haro albanische und Roma-Jugendliche zusammen. Die NGO Rom leitete das Begegnungshaus unter der Aufsicht von AGEF, und sie wurde darüberhinaus vom Beirat, in dem neben AGEF die Prizrener UNMIK- und der Kommunalverwaltung sowie lokale Roma-Vereine vertreten waren, fachlich gefördert und beraten.
Die von AGEF betreute mehrjährige vorläufige Nutzungsphase diente Capacity-Building-Maßnahmen für die NGO Rom mit dem Ziel, die NGO zur einer eigenständigen und professionelen Leitung eines für alle Ethnien offenen und toleranten Begegnungszentrums mit einem breitgefächerten Angebot an Bildungs- und Kulturaktivitäten, insbesondere für Frauen und Jugendliche, zu befähigen.
Besonders gefragt: Friseurtraining
Computerkurs für Roma-Jugendliche
Nach dem erbrachten Nachweis der geforderten Befähigung beglückwünschten die AGEF-Vertreter die NGO-Rom zum Anfang einer selbstverantwortlichen Hausführung und sicherten ihre Unterstützung als Beiratsmitglieder weiterhin zu.
Präsentation der Erzeugnisse der geförderten Roma-Unternehmer |
Lernen und Arbeiten
Was haben Elmije, Ragib, Besim, Sabrie und Ajet gemeinsam? Sie sind fünf junge Deutschland-Rückkehrer, die sich in Ihrer Heimat Kosovo weiterbilden wollen, um einen Beruf ergreifen zu können. Elmije und Sabrije wollen Friseurinnen werden, Ragib Koch, Besim und Ajet Automechaniker.
Die fünf gehören zu den über vierzig Weiterbildungsteilnehmern der APPK, die in diesen Tagen verschiedene Trainings besuchen. Gegenüber den anderen Teilnehmern eint die fünf noch eine Besonderheit: sie lernen, indem sie arbeiten, da sie an einem Training on the Job teilnehmen.
APPK begleitet während dieser Ausbildung nicht nur die Auszubildenden, sondern auch die von den Betrieben als Ausbilder bestimmten Mitarbeiter, die methodisch und didaktisch geschult werden. Dies steht im Kosovo ein Novum dar, denn traditionellerweise werden die Berufe entweder in stark theorielastigen Bildungseinrichtungen oder aber auf einem informellen Wege erlernt.
Die dem Training on the Job eigene Kombination von theoretischen und praktischen Komponenten stellt alle Beteiligten vor neue Herausforderungen. Es lohnt sich, sie anzunehmen: wie die bisherigen Vermittlungszahlen bestätigen, stellen in den meisten Fällen die Betriebe den Lehrling, den sie selbst ausgebildet, gern als ihren neuen Mitarbeiter ein.
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Besuch der Bundesakademie für Sicherheitspolitik bei APPK Prishtina
Im Rahmen der Feldstudie Internationale Konfliktbearbeitung besuchte die Bundesakademie für Sicherheitspolitik am 4.4.2006 die Beschäftigungsförderungsagentur APPK in Prishtina.
Der Leiter der APPK, Herr Bedri Xhafa und die Vertreterin der AGEF Berlin, Projektkoordinatorin Frau Finger, informierten die Gäste über die stabilisierende Wirkung der beschäftigungsfördernden Maßnahmen, die den Konfliktherden einer sich im Wiederaufbau befindlichen Gesellschaft entgegenwirken: Die Wirtschaft erhält Wachstumsimpulse durch die Vermittlung von zurückkehrehrenden Fachkräften, die sozial benachteiligten Gruppen werden durch Weiterbildungstrainings und Arbeitsvermittlung gefördert, und die ethnischen Spannungen werden durch die proaktive Integration der Minoritäten in wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen entschärft.
Als ein konkretes Beispiel der APPK-Tätigkeit wurde die Firma Install in Prishtina vorgestellt. 2000 gegründet, bewarb sich die Heizungsinstallationsfirma um Fachkräfte, die aus Deutschland ein modernes Know-How mitbrachten. Auch nach der erfolgten Arbeitskräftevermittlung rissen die Kontakte nicht ab. Im Rahmen des Solarenergieprojekts der APKK wurden die Firmenmitarbeiter in neuen Technologien trainiert und brachten als eine Pilotmaßnahme in einer städtischen Großküche Solaranlagen als Energiequelle an.
Gefragt nach den künftigen Tätigkeitsfeldern von AGEF in Kosovo etonte Herr Xhafa die Wichtigkeit der Unternehmensberatung und der arbeitsmarktorientierten Weiterbildungen, in denen die größten Entwicklungschancen der jungen und multiethnischen Gesellschaft des Kosovo liegen.
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ADA - die Existenzgründung
Der 6. April 2006 war für den Firmengründer von ADA, Herrn Gjaferi, ein besonderer Tag. Das Ministerium für Handel und Industrie organisierte eine internationale Konferenz zur Vorstellung der ersten Ergebnisse der sog. Voucher Scheme, der Einführung von Gutscheinen für Beratungen und Trainings von kleinen und mittleren Unternehmen, für die die italienische Gruppe SOGES verantwortlich zeichnet.
Herr Gjaferi hat „goldene Hände“, und diese Begabung hat ihn vor vielen Jahren dazu geführt in seiner Bastlerwerkstatt Holzlampen herzustellen. Zuerst nur als Hobby gedacht, erfreuten sich die Lampen im Freundeskreis einer wachsenden Beliebtheit und bald stellten sich interessierte Käufer ein.
Der Kosovokonflikt und die Flucht nach Deutschland ließen das Werkeln in Vergessenheit geraten, doch als Herr Gjaferi in seine Heimatstadt zurückkam, stellte sich die Frage, wie es beruflich weiterhegen soll. In seinem erlernten Beruf als Techniker gab es keine Stellen, und er setzte fast nostalgisch seine alte Werkstatt wieder instand. Dies war ein Schritt in die richtige Richtung, wie es sich in der Rückkehrerberatung der APPK erwies.
APPK ist einer der autorisierten Anbieter der Voucher Scheme und im Rahmen eines Existenzgründerseminars bekam Herr Gjaferi das für einen Unternehmer notwendige Rüstzeug an die Hand. Dank der Förderung der ZAV konnte er seinen Businessplan für die Modernisierung und Erweiterung der Lampenproduktion in die Tat umsetzen.
Anlässlich der Konferenz präsentierte Herr Gjaferi zusammen mit dem Leiter der APPK, Herrn Xhafa, wie das Zusammenspiel von vielen guten Ideen die Rückkehr eines Minderheitenangehörigen zu einem beruflichen Erfolg namens ADA machen kann. |
Ein dreimonatiger Gastronomiefachunterricht in der APPK erfolgreich abgeschlossen
Im Jahre 2005 ist im Kosovo die infrastrukturelle Wiederaufbauphase, die zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen in der Baubranche und bei den internationalen Organisationen beigetragen hat, weitgehend abgeschlossen. Die Anforderungen des Arbeitsmarktes haben sich grundlegend geändert. Es werden Fachkräfte und moderne Qualifikationen und Arbeitserfahrung gesucht. Viele Rückkehrer können diese nicht nachweisen auf Grund ihres Aufenthaltstatus in Deutschland. Mit der Privatisierung der Unternehmen nimmt die Konkurrenz um wenige verbleibende Arbeitsplätze zu. Arbeitnehmer mit passenden Qualifikationen haben weitaus bessere Chancen als unqualifizierte.
Theoretischer Ausbildungsteil
Gegenwärtig existiert noch kein kontinuierliches berufsbegleitendes Aus- und Weiterbildungsangebot für Erwachsene im Kosovo, das sich an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientiert und dessen integraler Teil anschließende Stellenvermittlungsaktivitäten sind. Die Ausbildungszentren der sieben regionalen Arbeitsämter bilden zwar aus, doch das Qualitätsniveau der Ausbildungen ist weitgehend uneinheitlich. Die Zentren sind von der Stellenvermittlung in den Arbeitsämtern abgekoppelt, so dass eine konkrete Stellenvermittlung nach Abschluss der Fortbildung nicht vorgesehen ist.
Praktische Ausbildung in der APPK-Lehrküche
Um die Arbeitsmarktintegration der Deutschlandrückkehrer zu unterstützen, wurden von AGEF in Zusammenarbeit mit der Beschäftigungsförderungsagentur Kosovo (APPK) und ausgewählten Unternehmen kombinierte theoretische und praktische Ausbildungen entwickelt, die aus den Bedarfsmeldungen der regionalen Arbeitsämter und der lokalen Unternehmen sowie aus der eigenen Arbeitsmarktanalyse erarbeitet werden. Auf diesem Wege wurde von APPK im Jahre 2004 ein Defizit am geschulten Gastronomie-Personal identifiziert. Es gibt zwar im Kosovo relativ viel Restaurant- und Hotelpersonal, woran es jedoch mangelt, ist die Fachqualifikation in der gesunden Ernährung, im zeitgemäßen Gastronomiemanagement und in der professionellen Kommunikation.
Im Zeitraum vom 1.9.2005-30.11.2005 wurde bereits zum 3. Mal in der APPK-Lehrküche ein dreimonatiger Gastronomie-Fachunterricht mit den Zielrichtungen Koch, Küchenhelfer und Servicepersonal durchgeführt. Alle zehn Teilnehmer bestanden mit Erfolg die theoretische und praktische Abschlussprüfung und erhielten ein Lehrgangszertifikat.
Bei der Zertifikatsfeier
Die berufspraktische Ausbildung wird vom Ministerium für Arbeit und Soziales anerkannt, und sie stellt durch ihren integrierten Ausbildungs- und Vermittlungsansatz ein landesweit einmaliges Modell dar. Bislang wurden rund 80 % der Weiterbildungsteilnehmer in Stellen vermittelt. Die neuen Weiterbildungsabsolventen befinden sich gegenwärtig in der Vermittlungsphase, und die ersten fangen bereits zu arbeiten an. |
Kooperationsvereinbarung mit dem Ministerium für Arbeit und Soziales unterzeichnet
Die Beschäftigungsförderungsaktivitäten von AGEF Berlin im Kosovo erhalten durch die Kooperationsvereinbarung vom 27.11.2005 mit dem Ministerium für Arbeit und Soziales ein nachhaltiges institutionelles Niveau.
Die Kooperationsvereinbarung umfasst gemeinsame und koordinierte Maßnahmen zur Etablierung von spezifischen Beratungs- und Vermittlungsstrukturen für Fach- und Führungskräfte, Entwicklung von modellhaften Kursen im Bereich der Erwachsenenqualifizierung, Förderung der ökonomischen Leistungsfähigkeit von Klein- und Mittelunternehmen durch angepasste Personalentwicklungsmaßnahmen und verstärkte Integration von benachteiligten Gruppen in den Arbeitsmarkt, insbesondere von Minoritätenangehörigen, Jugendlichen, Frauen und Rückkehrern.
Alle genannten Maßnahmen haben als oberstes Ziel die Leistung eines wirksamen Beitrags zur Reduzierung der Arbeitslosigkeit in Kosovo.
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Reparaturen von Fernsehen und Haushaltgeräten nach „Deutscher Art“
Mitten in Prishtina befindet sich eine Fernsehreparaturwerkstatt. Klein – aber stadtbekannt. Am Eingang hängt ein Albanich-deutsches Firmenschild, im Inneren laufen auf den Fernsehschirmen deutsche Sendungen. Alles kein Zufall, denn die Werkstatt wird von einem Berlinrückkehrer Bekim betrieben.
Bekims Dienstleistungen als Fernsehtechniker erfreuen sich einer regen Nachfrage. Sein Name steht in Prishtina und den umliegenden Dörfer für Qualität, termingerechte Reparaturen und guten Preis. Zwischen 20 und 50 € berechnet er für Reparaturen, so z. B. für eine neue Stromversorgung. Neben den üblichen Routinereparaturen sorgt die instabile Stromversorgung im Kosovo für zusätzliche Aufträge durch Schäden an Haushaltsgeräten. Auf alle seine Reparaturen gibt es eine dreimonatige Garantie.
Seinen Beruf erlernte Bekim in einem Meisterbetrieb in Berlin, wo er mit seiner Familie mehrere Jahre lebte. Anfang des Jahres 2003 kehrte er mit seiner Familie nach Prishtina zurück, um dort eine neue berufliche Existenz aufzubauen. Er hatte beschlossen, sich in seinem Heimatland selbständig zu machen. Noch vor der Rückkehr ließ er sich bei AGEF Berlin über eine mögliche Förderung beraten. Nach der Rückkehr nahm er an einem siebentägigen Existenzgründerseminar teil, das von AGEF Prishtina organisiert wurde, und beantragte anschließend einen Zuschuss zur Firmengründung. Die Fördermittel kamen aus einem EFF-Projekt zur beruflichen Unterstützung der freiwilligen Rückkehrer aus Deutschland..
Während des Seminars erwarb Bekim notwendige marktwirtschaftliche Kenntnisse der Unternehmensführung . Mit seinen Ersparnissen und dem von AGEF gewährten Zuschuss startete er im Juli 2003 als selbstständiger Techniker für Fernseher und Haushaltsgeräte in Prishtina.
Heute arbeitet Bekim erfolgreich. Durch das Einkommen kann er nicht nur seine Familie ernähren, sondern plant auch neue Investitionen für eine Firmenerweiterung. Zur Zeit beschäftigt er zwei Mitarbeiter, und zwei weitere sollen noch in diesem Sommer dazu kommen. Neben Hausbesuchen plant Bekim auch eine enge vertragliche Zusammenarbeit mit den Händlern in Prishtina. Die Händler werden künftig eine Garantie für ihre Produkte geben, und er wird die anfallenden Reparaturen vornehmen.
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Zwanzig erfolgreiche Seminarteilnehmer auf dem Weg in die Selbständigkeit
Das AGEF-Existenzgründerseminar aus den Mitteln des Auswärtigen Amtes für die bosnische Minderheiten in Peja ist am 3.2.2005 zu Ende gegangen
Am Ende des Seminars, nachdem die erfolgreichen Teilnehmer ihre Zertifikate erhalten haben und die geladenen Gäste und die Pressevertreter sich bei ihnen nach Ergebnissen und weiteren Plänen erkundigen, fragen wir den Seminarleiter. Herrn Bajram Fusha, was für ihn das Besondere an diesem Seminar für die bosnische Minderheit aus dem Raum Peja gewesen ist.
Herr Fusha überlegt kurz. Er hat mittlerweile mehr als 20 Seminare geleitet, und er weiß um die allgemeinen Probleme, zu deren Lösung sich die Seminarteilnehmer auf den Weg in die wirtschaftliche Selbständigkeit machen. Dies gilt um so mehr um die Angehörigen der Minderheiten. Sie sind von der Freisetzung der Arbeitskräfte durch die wirtschaftliche Umstrukturierung besonders stark betroffen und sie sind durch ihre teilweise eingeschränkte Mobilität innerhalb des Landes bei der Arbeitsvermittlung benachteiligt.
„Es mangelt nicht an guten Ideen für die Selbständigkeit, so auch in diesem Seminar, doch die Unternehmer von heute brauchen viel mehr als ihre fachlichen Kenntnisse. Das Bestehen auf dem Markt erfordert ein zeitgemäßes marktwirtschaftliches Wissen. Dies ist den künftigen Unternehmern wohl bewusst, und deswegen hatten auch wir diesmal mehr als doppelt so viele Anmeldungen als wir aufnehmen konnten.“
„Und das Besondere? Es ist das große Interesse der Vertreter der Kommunalverwaltung, des Arbeitsamtes und der Minoritäten-NGOs in Peja am Gelingen der wirtschaftlichen Vorhaben der Trainingsabsolventen. Es ist sehr wichtig, dass die künftigen Unternehmer bei Problemen und bei Erfolgen in eine wohlwollende Gemeinde eingebettet sind, von der sie Unterstützung erfahren, und zu deren wirtschaftlichen Aufschwung sie beitragen. Dies habe ich in Peja sehr anschaulich erleben können.“
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Feldstudienreise „Kosovo“ der Bundesakademie für Sicherheitspolitik
Im Rahmen eines von der deutschen Bundesakademie für Sicherheitspolitik (Baks) durchgeführten Seminars, besuchte im Februar eine Seminargruppe das Kosovo. Zielsetzung des Seminars, das bereits wiederholt erfolgreich durchgeführt wurde ist,
die Teilnehmer mit dem Handlungsraster im Krisenmanagement aus der Sicht
politischer Entscheider vertraut zu machen.
Neben den verschiedenen Fachvorträgen konnten sich die Teilnehmer der Feldstudienreise einen persönlichen Eindruck von der Arbeit staatlicher und nicht-staatlicher Institutionen verschaffen. Einen Schwerpunkt dieser Reise bildete dabei die Untersuchung, ob im wirtschaftlichen Wiederaufbau des Kosovo die Prioritäten richtig gesetzt sind, erläuterte der zuständige Studienreferent, Herr Zunke. Dabei boten die Vorträge der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Beschäftigungsförderungsagentur für Kosovo (APPK AGEF) eine gute Möglichkeit, die verschiedenen Ansätze der durchgeführten Projekte kennen zu lernen. Bei den anschließenden Besuchen einzelner Projekte dieser Institutionen konnten sich die Teilnehmer von der Notwendigkeit und den Ergebnissen des krisenpräventiven Wiederaufbaus überzeugen. Herr Zunke betonte, dass in den Gesprächen mit Vertretern dieser Institutionen und besonders mit den betroffenen Menschen im Kosovo die Teilnehmer einen direkten Zugang zu diesem Thema erhalten haben. Mit einer Arbeitslosenquote von über 44% ist gerade die Entwicklung des wirtschaftlichen Wiederaufbaus, als Basis für die Beschäftigungsmöglichkeiten des Arbeitsmarktes, für alle Bevölkerungsgruppen des Kosovo, ein sehr wichtiger Faktor für die gesellschaftliche Stabilisierung.
Thomas Bänsch
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Wirtschaftliche Integration der Minderheiten in Gjilan durch Existenzgründung
AGEF Berlin/APPK Prishtina, Januar 05: Ein weiteres Existenzgründerseminar für ethnische Minderheiten in Kufce bei Gjilan erfolgreich abgeschlossen
In Kufce bei Gjilan erhielten insgesamt 20 serbische Seminarteilnehmer ihre Zertifikate, die den künftigen Existenzgründern die Teilnahme an einem siebentätigen Seminar bescheinigen.
Die Zahl der Interessenten für dieses Seminar war sehr groß. Insgesamt gingen bei APPK( Agjensioni per Perkrahjen e Punesimt - Beschäftigungsförderagentur) 40 Anmeldungen ein, von denen dann aufgrund einer Vorprüfung der eingereichten Ideen auf Entwicklungsfähigkeit und in Absprache mit den Vertretern der Kommune insgesamt 20 TN ausgewählt wurden.
Neben Landwirtschaftsbetrieben wollen die künftigen Unternehmer auch im Bereich der Dienstleistung, wie KFZ-Werkstatt oder chemische Reinigung aktiv werden.
Zorica, eine engagierte Jungunternehmerin, plant die Eröffnung eines Internetcafes in ihrem Dorf. Um neue Kunden akquirieren zu können, möchte sie kostenlose Einführungskurse anbieten. Wie man Kunden akquiriert und wie man sich auf dem Markt etabliert, hat sie und andere Seminarteilnehmer während der Seminarwoche erfahren.
Gruppenarbeit bei der Erstellung von Geschäftsplänen
Nun können die Seminarteilnehmer ihre Gründungspläne bei APPK in Prishtina einreichen und einen Antrag auf Förderung stellen
Das Programm zur Unterstützung der wirtschaftlichen Integration der Minderheiten, das vom Auswärtigen Amt finanziert wird, wird bereits seit 3 Jahren erfolgreich geführt und hatte bisher über 190 Teilnehmer.
Für Angehörige von Minderheiten ist es in der angespannten Arbeitsmarktsituation des Kosovo vergleichsweise noch schwieriger einen Arbeitsplatz zu finden. Selbständige Tätigkeiten, die auf den lokalen Bedarf abzielen, sind deshalb eine geeignete Alternative, um die wirtschaftliche Integration und das Zusammeleben mit den Nachbarn zu normalisieren.
Stephan Kruschke, Vertreter des Deutschen Verbindungsbüros in Prishtina, bei der Zertifikatübergabe an erfolgreiche Seminarteilnehmer
Auf der Abschlussveranstaltung, bei der neben den Kommunalvertretern und Vertretern des Ministeriums für Industrie und Handel auch Vertreter des deutschen Verbindungsbüros teilnahmen, wurde den Teilnehmern Mut auf ihrem Weg in die eigenständige unternehmerische Tätigkeit zugesprochen.
Ein weiteres Existenzgründerseminar findet Anfang Februar in Peja statt. Dort werden insgesamt 20 Bosnier auf die Firmengründung vorbereitet.
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Arbeitsminister Ahmet Isufi und seine Delegation besuchen Deutschland
Workshop in Berlin – Beschäftigungs- und Reintegrationsprogramme für Kosovo
Zum ersten Mal besuchte im Juni der Minister für Arbeit und Soziales von Kosovo, Herr Ahmet Isufi, mit einer Delegation Deutschland. Neben Gesprächen mit dem Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und mit dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung fand auch ein Workshop zum Thema ‚Beschäftigungs- und Reintegrationsprogramme für das Kosovo’ statt. Zu den Teilnehmern zählten Vertreter verschiedener Bundesministerien sowie Berater und Beraterinnen, die im Bereich Migration tätig sind. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom BMZ, der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV, Bonn) und von AGEF (Berlin) durchgeführt.
Staatssekretärin Dr. Uschi Eid (BMZ)
und Arbeitsminister Ahmet Isufi
Ein zentrales Problem für Kosovo stellt die circa vierzigprozentige Arbeitslosigkeit dar sowie die große Armut. Ein weiteres Problem ist der zur Zeit gestoppte Privatisierungsprozess. Minister Isufi betonte, dass es keinen wirtschaftlichen Fortschritt geben kann, wenn diese Blockade nicht aufgehoben wird. Das Land brauche einheimische und ausländische Investoren.
Im Rahmen des Workshops wurden Probleme, Ziele und Perspektiven der Beschäftigungssituation in Kosovo dargestellt und diskutiert. Insbesondere wurde über mittel- und langfristige Strategien, die die Wirtschafts- und Beschäftigungssituation in Kosovo deutlich und nachhaltig verbessern können, gesprochen. Ferner wurden Ergebnisse der bisher in Kosovo durchgeführten Programme präsentiert. Unter entwicklungspolitischen Zielstellungen hat sich die Bundesrepublik Deutschland seit mehreren Jahren für die Integration von Remigranten in den lokalen Arbeitsmarkt von Kosovo engagiert, Existenzgründungen gefördert und die Probleme ethnischer Minderheiten aufgegriffen.
Weitere Informationen ...
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