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News
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Orientierung in die Zukunft
Nach der Rückkehr fängt berufliche Zukunft an, für die man anfangs noch Wegweiser braucht, besonders wenn man erst ins Arbeitsleben eintritt. Elf Rückkehrer aus Dänemark, Albaner und Bosnier, bekamen die gesuchte Hilfe im zweitätigen Orientierungstraining der APPK am 19. und 20. November 2007.
Mit Hilfe der Kompetenzanalyse konnten sie ihre Pläne überprüfen und ihre Ziele genauer formulieren. Ob sie vermittelt werden können, ob sie Fähigkeiten für die Selbständigkeit besitzen oder ob sie sich zunächst weiter bilden sollten, wurde anhand der Tests und der anschließenden Einzelberatungen herausgearbeitet.
Mit der ersten Orientierung über den Arbeitsmarkt und die eigenen Stärken werden die nächsten Schritte in die Reintegration leichter fallen. Wie auch immer die Entscheidung getroffen wurde, werden die Rückkehrer bis zur erfolgreichen Zielerreichung von der APPK begleitend unterstützt.
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Interest of finding possibility of German investment in Kosovo
26.04.2007 – During a work visit in Kosovo, organized by the Kosovo Employment Agency, a delegation from Germany composed of: Klaus Dünnhaupt- CEO of AGEF from Berlin, Andreas Mertke, authorized representative of “ Berliner Volksbank AG” and Thomas Baensch , coworker in Berliner Volksbank AG, visited Ministry of Trade and Industry of Kosovo where they met with Mr. Kadri Kryeziu- Deputy Minister of Trade and Industry. The German delegation was accompanied by Bedri Xhafa- Director of APPK and Mr. Fatmir Rushiti, high official in APPK.
Representatives of “Berliner Volksbank AG” which is one of the main banks in Berlin region (Berliner Volksbank AG has more then 500 000 private clients and 200 000 business clients, primarily small and medium enterprises) were interested about the possibilities of bank clients to invest in Kosovo.
In focus of their interest was setting up contacts with Kosovo institutions competent to provide information for investment opportunities in Kosovo, to mediate between German investors and companies from Kosovo, then about procedures for registration and licensing of German companies and legislation which covers and guarantees foreign investments in Kosovo.
They expressed their impression with the positive changes and progress that Kosovo is doing in its economical development stage.
The Deputy Minister of Trade and Industry informed his guests that within MTI operates a Department named “Investment Promotion Agency”, competent to provide detailed information for possible investment opportunities in Kosovo as well as about legislation.
As main segments of potential investments Mr. Kadri Kryeziu, pointed out energy and agriculture.
Meanwhile, the representatives of German delegation promised that after processing of data collected in Kosovo, they will present these data to their clients in Germany and they expressed their confidence that in the future meetings will be discussed about concrete German investments in Kosovo.
(MTI Kosovo) |
Die Selbständigkeit gelingt, wenn die Vorbereitung stimmt
Sieben Dänemark-Rückkehrer folgten der Einladung von APPK Prishtina an einem Wochenseminar für Existenzgründer am 4. April 2007 teilzunehmen, da ein Teil des Case Chain Managements zur beruflichen Reintegration darstellt.
Es folgten vier arbeitsintensive Tage, in deren Lauf die vorgeschlagenen Businessideen einer eingehenden Prüfung im Hinsicht auf Rentabilität und Nachhaltigkeit unterzogen wurden und eine gründliche Bearbeitung erfuhren, in deren Lauf sie eine sehr konkrete realisierbare Gestalt erfuhren.
Die Teilnehmer äußerten ihre Zufriedenheit über die fundierte fachliche Vorbereitung für die auf sie zukommende Herausforderung der unternehmerischen Selbständigkeit, der sie sich jetzt mit einer erhöhten Kompetenz stellen werden. |
„Shaping the future“
Der Statusvorschlag von Ahtisaari hat im Kosovo eine ganze Bandbreite an Reaktionen ausgelöst – bis hin zu gewalttätigen Ausschreitungen. Wie ist das Militär auf die Worst-Case-Szenarien gerüstet?
Auf diese und viele weitere Fragen bekamen die Teilnehmer des ZIF-Abends am 13.02. in der APPK die Antwort aus dem berufensten Munde: vom Oberkommandierenden der KFOR im Kosovo, General Roland Kater. Er ist kein Neuling im Kosovo: Bereits 1999 tat er seinen Dienst im kriegszerstörten Land und kann daher wie kein anderer über Erfahrungen und Lehren aus den Umbruchssituationen berichten. Damals operierte KFOR noch in festen nationalen militärischen Zonen. Heute ist der Einsatz flexibel geworden und die nationalen Brigaden können im Bedarfsfall kosovoweit in Einsatz treten. Auch das Herangehen an die Zivilbevölkerung hat sich gewandelt. Ähnlich wie in Bosnien-Herzegowina wird die KFOR „bürgernah“, indem sie mobile Verbindungsteams in den Kommunen einrichtet. Diese betreiben eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit in Richtung von „To gain hearts and minds“. Damit bekommt die KFOR viel von den unmittelbaren Bedürfnissen vor Ort mit, und sie gewinnt an weiterem Respekt und Akzeptanz.
Die KFOR gestaltet die Zukunft von Kosovo aktiv mit, indem sie neben ihrem militärischen Auftrag zur Wahrung eines sicheren Umfelds auch zur Festigung der demokratischen Werte der Nationenbildung beiträgt. Sie baut Brücken, in materieller und ideeller Hinsicht und sorgt dafür, dass das Land stabil und ungefährdet in der Zukunft nach der Statusentscheidung ankommt.
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Aus eigener Kraft
Dreiundzwanzig junge Roma-Frauen aus Prizren, frische Absolventinnen der Schneider- und Friseur- sowie PC-Trainings, übten am 14.2.2007 zusammen mit Frau Vukshinaj vom Kosovo-Frauennetzwerk, Frau Elshani vom Roten Kreuz und Frau Vogel von NGO-Ressource-Center das Schreiben von Bewerbungsbriefen und Lebensläufen. Einige unter ihnen hatten bereits ein eigenes Schönheitssalon eröffnet und berichteten von ihren Anfangserfahrungen. Diejenigen, die es erst vorhaben, entwarfen Businesspläne und stellten sie in der Gruppe vor. Der Workshop schloss mit der Ausarbeitung von Strategieempfehlungen für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt.
Das erste Treffen dieser Art in der Prizrener Roma-Gemeinde geht auf die im Herbst von AGEF initiierten Runden Tische zur Verbesserung der Beschäftigungssituation von Roma-Jugendlichen zurück. Die eigene Kraft und Initiative der jungen Frauen sind die besten Voraussetzungen, um an das Ziel des eigenen Einkommens im erlernten Beruf zu kommen. |
Das verbindende Wort
Sieben Gedichte zum Valentinstag über das Vergessen und sich Wiederfinden aus der Feder der jungen Dichterin Naime Beqiraj sorgten für einen vollen Vortragssaal der APPK. Zum albanisch-deutschen Wort kam die Musik von Bach, Mozart und Schubert, meisterhaft gespielt von der Flötistin Lule Ballata. Von den kosovarischen Deutschlandrückehrern wurden Vergleiche zwischen der deutschen und der albanischen Poesie angestellt und mit dem deutschen Publikum lebhaft diskutiert. Die anwesenden albanischen Dichter trugen ihre Gedichte vor, die als Nachweis für die eine oder die andere Behauptung dienten. Es wurde auch des vor zehn Jahren verstorbenen Dichters Azem Shkreli gedacht, der ein Lehrer der Generation von Frau Beqiraj war. Die persönliche Lyrik ist wieder möglich, sagte ein Vertreter dieser „Kriegsgeneration“. Frei nach Brecht: „Es ist eine gute Zeit, um über die Bäume zu reden.“
Der in Folge bereits fünfte kosovarisch-deutsche Literaturabend in der APPK führte bis jetzt die größte Zahl der an Kulturaustausch interessierten deutschsprechenden Kosovaren und der im Kosovo tätigen Deutschen zusammen. Für die Organisatoren ist es gutes Zeichen dafür, dass es sich lohnt, den Kulturbereich als ein verbindendes Element auch weiterhin zu fördern.
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Ein Kultfilm verfehlt seine Wirkung nicht
„Ja, so kann es einem gehen“, stimmten die Anwesenden (und zwar nicht nur die Lehrer) dem Filmausgang zu. Nach dem tragischen Zusammenbruch des Gymnasialprofessors Immanuel Rath wirkte „Der Blaue Engel“ am 15.10.2007 im Kinosaal der APPK weiter nach. Dies war auch während der Diskussion noch zu spüren.
Die Donnerstagsfilmabende in der APPK, die Dank der Unterstützung des Goethe Instituts Belgrad und des Deutschen Verbindungsbüros Pristina zustande gekommen sind, werden allmählich zu einer festen Institution im Pristinaer Kulturbewusstsein. Sie wecken ebenfalls ein immer breiteres Interesse der deutsch- und englischsprechenden Cineasten, was an den steigenden Anfragen deutlich abzulesen ist. |
Der kosovarische Milchsektor -
ein Hoffnungsträger der Wirtschaftsentwicklung
Ein kosovarisch-deutscher Wirtschaftsabend am 7.2.2007 in der APPK
Zu Anfang der Präsentation bekamen die Anwesenden dramatisch zu sehen, was passiert, wenn eine Kuh nicht gemolken wird. Doch sie konnten sich schnell wieder beruhigen, „denn zum Glück“, sagte Herr Dr. Kurtishi, der Gast des Abends über die Milchproduktion im Kosovo, „passiert hierzulande so etwas nicht“. Ganz im Gegenteil: die Milchwirtschaft ist im stetigen Aufschwung. Die 8000 einheimischen Milchkühe der über 700 Milchbetriebe, die mehr als über fünf Kühe verfügen, geben täglich 120.000 – 140.000 Liter, im Sommer sogar 150.000 Liter. Die Milch aus den Sammelstellen wird von 26 Molkereien weiterverarbeitet. Die zwei größten, Vita aus Peja und Abi aus Prizren verarbeiten mehr als 20.000 Liter am Tag. Bedauerlicherweise stammen noch immer 75% der im Kosovo konsumierten Milch aus Importen. Viel zu viel, da die kosovarischen Milchverarbeitungskapazitäten bis jetzt nur zu einem Drittel genutzt werden. Doch gegenüber dem Jahr 2003 ist dies eine Verarbeitungssteigerung um ganze 25%.
Was hindert den kosovarischen Milchsektor daran, die vorhandenen Kapazitäten stärker zu nutzen? Es sind die Kostenfaktoren, die auf die hohen Futter-, Notstrom-, Öl- und Dieselpreise zurückzuführen sind.
Der Verband der kosovarischen Milchproduzenten, zu deren Leitung Herr Dr. Sherifi gehört, macht sich seit 17 Monaten mit Unterstützung des Kosovo Cluster Business Support (KCBS-USAID) für die Verbesserung des Farmmanagements und die Steigerung der Milchqualität stark. Gleichzeitig engagiert er sich für eine landwirtschaftliche Politik, die die Bedürfnisse der Milchproduzenten nach Subventionen und günstigeren Krediten berücksichtigt.
Eine große Herausforderung kommt auf den kosovarischen Milchsektor im Mai in Gestalt der CEFTA-Vereinbarung zu. Der Verband trifft umfassende Vorbereitungen, um unter den Bedingungen der Freihandelszone konkurrenzfähig zu bleiben.
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Ein selten zu sehendes deutsches Kulturgut, selbst in Deutschland
Am Abend des 08.02.2007 lebte Heinz Rühmann durch die Ausstrahlung der „lachenden Erben“ innerhalb der APPK-Filmabendreihe auf. Nach der Vorführung von „Den Drei von der Tankstelle“ war das dort bereits die zweite Begegnung mit ihm. Der unverwechselbare deutsche Volksschauspieler wurde von den internationalen Zuschauern auf Anhieb wiedererkannt und sehr genossen.
Die deutschen Zuschauer äußerten sich anerkennend über das Filmangebot, das man in dieser Auswahl selbst in Deutschland nicht so einfach zu sehen bekäme. Die kosovarichen Germanisten bedauerten nur, dass die Tonqualität der gestrigen Vorführung ihr Hörverstehen erschwert hätte. Zum Glück gab es noch die englischen Untertitel!
Nach dem vergnüglichen Film wurde im kleinen Kreis noch weiter über den historischen Kontext des Filmverbots im Jahre 1933 diskutiert.
Die Filmabende werden am 15.02.mit dem legendären „Blauen Engel“ fortgesetzt. |
„Komm in meinen Vers“
„In den kleinen poetischen Texten steckt die Kraft der Welt in der Nussschale“, hielt die Dichterin Naime Beqiri über ihre Dichterkollegin Flora Brovina fest, der der kosovarisch-deutsche Literaturabend am 31.1.2007 gewidmet war.
Frau Brovina, Dichterin, Ärztin und Parlamentarierin, deren Werk in viele Sprachen übersetzt und mit internationalen Preisen bedacht wurde, ist auch in Deutschland keine Unbekannte: Im Jahre 2000 wurde ihr die Ehrung der Heinrich-Böll-Stiftung durch einen Sonderpreis für Zivilcourage auf dem Balkan zuteil. Ein Teil ihres Werkes liegt in der Übersetzung von Hans-Joachim Lanksch vor.
Während der APPK-Veranstaltung wurden dem Kreis der Literaturfreunde weitere Gedichte in Albanisch und Deutsch vorgestellt. Das Gespräch mit der Dichterin entspann sich um die erste Generation der Frauen in der kosovarischen Literaturszene, zu der sie selbst gehört, und um die gegenwärtigen Bedingungen ihres literarischen Schaffens. Nach mehr als zehn Jahren dürfen sich die Leser von Frau Brovina demnächst auf einen neuen Roman und Gedichte von ihr freuen.
Gib mir einen Namen, Ausgewählte Gedichte von Flora Brovina
Presse:
Poesieabend mit Flora Brovina: Die Poesie einer Humanistin (von Naime Beqiraj)Eine Förderin der weiblichen Schaffenswelt (von Ragip Sylaj) |
Die gebannte Stille im Zuschauerraum – Fritz Langs „M“
„Dieser Film ist ein hochästhetischer Genuss, der mein bisheriges Wissen über das deutsche Kino in neue Bahnen lenkt“, äußerte sich tief beeindruckt einer der internationalen Zuschauer nach der Filmvorführung von Fritz Langs „M“.
Der innovative Umgang mit dem Ton, die bis ins letzte Detail durchdachten Filmszenen und die humanistische Aussage prägten das Zuschauergespräch, mit dem dieses einmalige Kulturereignis am Abend des 1.2.2007 in der APPK ausgeklungen ist.
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Pressemitteilung: „Deutsche Tonfilmklassiker“ erstmals in Kosovo
Deklaratë për mediat: „Filmat klasike gjermane“ për herën e parë në Kosovë
Am 25.1.2007 begann im APPK-Zentrum Pristina die Vorführung der zehnteiligen Reihe „Deutsche Tonfilmklassiker“, die durch eine Kooperation mit dem Goethe Institut Belgrad und dem Deutschen Verbindungsbüro in Pristina ermöglicht wurde.
Die Reihe enthält klassische deutsche Filme aus der Anfangszeit des Tonfilms, die von deutschen Regisseuren experimentell und künstlerisch nachhaltig geprägt wurde. Durch die Machtübernahme der Nazis in den dreißiger Jahren und den Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurde der freien Filmkunst in Deutschland jedoch ein jähes Ende gesetzt, und die besten Filmkünstler emigrierten in die USA, wo sie unter neuen Bedingungen ihre Kunstwerke fortsetzten und das spätere Hollywood-Kino bereicherten.
Die Vorführung der historischen Filmdokumente, die als Vorbild für spätere berühmte Filme dienten, ist ein besonderes Angebot an Cineasten und kosovarische Filmemacher, die die Möglichkeiten erhalten, eine einmalige Auswahl an selten vorgeführten Kunstfilmen zu sehen.
Jeder Filmabend wird durch eine Kurzeineinführung eröffnet. Nach dem Film gibt es die Möglichkeit zur Filmbesprechung in einer entspannten Atmosphäre.
Die Filme werden in deutscher Sprache mit englischen Untertiteln gezeigt.
Am 1.2.2007 wird vor der Vorführung des Filmes von F. Lang „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ um 18h30 im APPK/AGEF-Gebäude eine Pressekonferenz stattfinden, zu der alle Medienvertreter herzlich eingeladen sind.
Terminvorschau:
01.02.2007 M – Eine Stadt sucht einen Mörder
08.02.2007 Lachende Erben
15.02.2007 Der blaue Engel
22.02.2007 La Habanera
01.03.2007 Der Kaiser von Kalifornien
08.03.2007 Münchhausen
15.03.2007 Titanic
22.03.2007 Der Kongress tanzt
29.03.2007 Amphitryon
jeweils um 19h im APPK/AGEF-Gebäude, Rr. Andrea Gropa pn., Prishtinë |
Der erste deutsche Filmabend in der APPK
„Ein überraschendes Filmerlebnis“ lautete das spontane Lob aus dem Zuschauerraum, das „Die Drei von der Tankstelle“ nach der Abendvorführung in der APPK geerntet hatten. Mit diesem Film wurde die zehnteilige Filmreihe der Deutschen Tonfilmklassiker eröffnet, die die APPK jeden Donnerstag um 19 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Belgrad und dem Deutschen Verbindungsbüro Pristina vorführt.
Die Filmvorführungen in deutscher Sprache mit englischen Untertiteln bieten der cineastisch interessierten Kulturöffentlichkeit im Kosovo eine einmalige Gelegenheit, neue Einblicke in die deutsche Kultur und die Filmgeschichte zu gewinnen. Die Filme werden durch die APPK/AGEF-Mitarbeiterin Frau Finger eingeführt und nach der Vorführung wird die Möglichkeit zu einem Filmgespräch geboten. Davon wurde gleich am ersten Abend ausgiebig Gebrauch gemacht: „Eine Erfrischung der Sehgewohnheiten“ und „Erkenntnis der Vorbilder des späteren Hollywood-Kino“ waren die beherrschenden Themen.
Die schwebende Leichtigkeit des Streifens mit den erfrischenden Liedern der Comedian Harmonists machte den Abend zu einem wohltuenden Kulturerlebnis.
Die Filmreihe wird am 1.2.2007 mit dem Film „M“ fortgesetzt. |
Neue Arbeitsplätze schaffen, Wohnungsbau fördern, lokale Finanzmärkte stärken.
Die kosovorisch-deutschen Wirtschaftsbegegnungen wurden am 24.1.2007 mit dem Vortrag von Frau Njomëza Shehu, Customer Relationship Officer, über den European Fund for Southeast Europe, Bankakademie e.V. Kosovo Office fortgesetzt.
Frau Njomëza Shehu, Customer Relationship Officer
European Fund for Southeast Europe
Frau Shehu informierte das Fachpublikum zunächst über die institutionelle Vorgeschichte: EFSE (www.efse.lu) wurde am 15 Dezember 2005 in Luxemburg gegründet als Nachfolger von verschiedenen revolvierenden finanziellen Fonds, die in der Region bis dahin tätig waren, nämlich der sogenannte Europäische Fonds für Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro und Serbien
Die Europäischen Fonds umfassten Gebergelder, die von EU/EAR, Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Verfügung gestellt wurden.
Diese Fonds wurden ehemals von der KfW verwaltet, womit langfristige Kredite den Partnerkreditinstitutionen (PKI) bereitgestellt wurden, sehr oft in Kombination mit technischer Assistenz (TA).
EFSE hat folgende Mission und Ziele:
wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand in der südosteuropäischen Region Einkommensschaffung Schaffung von Arbeitsplätzen Sicherstellung von Unterkunft über Wohnungsbau Verstärkung der lokalen Finanzmärkte
Zur Ereichung dieser Ziele werden sowohl Finanz- als auch Capacity - Building - Instrumente eingesetzt, die folgende Einzelaktivitäten umfassen:
mittel bis langfristige Kredite nachrangige Kredite Kapitalbeteiligung Garantien Strukturierte Finanzierung
Bereitstellung von ergänzenden nicht-finanziellen Diensten:
Technische Assistenz Training Forschung & Entwicklung Studien
Gegenwärtig arbeitet EFSE in der Zielregion mit neun Ländern (s. o. plus Moldawien, Rumänien, Bulgarien, Albanien und Mazedonien) und 43 Partnerinstitutionen.
Zur Illustration: Die Durchschnittssumme der 5052 im Jahre 2006 ausgelegten Kredite betrug: EUR 3.742,80.
Im Kosovo arbeitet EFSE mit fünf Partnerkreditinstitutionen (PKI), mit einer sechsten werden gegenwärtig Aufnahmegespräche geführt. Zu den Partnerbanken gehören: Kasabank, Banka e Re e Kosoves, ProCredit Bank, Raiffeisenbank. Als
Mikrofinanzinstitution ist bislang Finca vertreten. Das derzeitige Investmentportfolio im Kosovo beträgt 13 % des Gesamtvolumens (33 Mio. Euro).
Bis 2010 hat sich EFSE für die Region folgende Ziele gesetzt:
Vergabe von 120,000 Kredite an kleine und mittlere Unternehmen Schaffung von 30,000 neuen Arbeitsplätzen Förderung von Erschließung /Bau /Kauf von 30,000 Häusern.
In der anschließenden Diskussion gab es ergänzende Fragen zu Landwirtschaftskrediten, die im Kosovo demnächst noch nicht vergeben werden. Aufgrund der hohen Relevanz dieses Themas organisiert APPK am 7.2.2007 einen Wirtschaftsabend über die kosovarische Landwirtschaft und die Entwicklungserwartungen, die in diesen Sektor gelegt werden.
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Was liest Kosovo?
Literaturabend mit Eqrem Basha
Ein ganz besonderer Gast nahm die Einladung für den albanisch-deutschen Literaturabend am 18.1.2007 in der APPK an: Herr Eqrem Basha, ein namhafter Schriftsteller, Dichter, Französischübersetzer und Verleger.
Die Atmosphäre des kleinen Teilnehmerkreises funkelte in der Melodie der albanisch und deutsch vorgetragenen Gedichte aus dem Lebenswerk des Dichters .
Foto: Naime Beqiraj, albanische Journalistin
Eine andere Facette zeigte der vielseitige Künstler im Essay „Mein Vater der Grenzathlet“ in der Übersetzung von Joachim Röhm, in dem die Poetik des Lebens an der Grenze zum Ausdruck kam.
Als Leiter des Verlags Dukagjini (gegründet 1994) beantwortete Herr Basha in der Diskussion zahlreiche Fragen zum Thema der Lesekultur im Kosovo. Sein Fazit war zuversichtlich: Es gibt gute Verlage im Kosovo, weil es gute und anspruchsvolle Leser gibt.
Die Begegnung mit Herrn Basha hat diese Lesergruppe hoffentlich um einige weitere Kenntnisse der albanischen Literatur bereichert, schloss die Moderatorin und Übersetzerin Frau Finger.
Gedichte von Eqrem Basha
Presse:
Literaturabend mit Eqrem BashaBegegnungen, die den Autor ehren und die Leser motivieren |
Wer sind Karl Mays Skipetaren?
Karl May gebührt der große Verdienst, den Volksnamen der „Skipetaren“ nachhaltig in den deutschen Sprachgebrauch eingeführt zu haben. Obwohl die Albaner in seinem Werk eine eher marginale Rolle spielen, ist kaum ein Buchtitel so stark ins Allgemeinwissen eingegangen wie „Durch das Land der Skipetaren“. Dies wurde auch von den deutschen Teilnehmern lebhaft bestätigt, die am 11.1. zum ersten APPK-Literaturabends des Jahres 2007 gekommen waren, und die berichteten, wie ihr Arbeitsaufenthalt im Kosovo von ihren Landsleuten spontan mit dem Skipetarenland in Verbindung gebracht wird.
Doch wer sind die Skipetaren eigentlich, deren Beschreibungen sich verstreut in vielen May-Büchern befinden? Die von der APPK-Mitarbeiterin Frau Finger vorgestellten Textstellen sorgten bei dem albanisch-deutschen Publikum teils für Heiterkeit, teils aber auch für Nachdenklichkeit, da sie einen kulturell-historischen Spiegel der damaligen Wahrnehmung des Osmanischen Reiches mit seiner Faszination und politischen Folgen für die Großmächtebalance bieten.
Nicht zuletzt ist Karl May für viele eine nostalgische Erinnerung an die Jugendlektüre. Der Literaturabend hat mitunter die Neugier darauf geweckt, wie man die May-Lektüre im Erwachsenenalter und vor dem Hintergrund der eigenen Landeserfahrung wieder erleben würde. |
Kosovarisch-deutsche Buchvorstellung
Der kosovarisch-deutsche Literaturabend der APPK am 7. Dezember 2006, der dem Schriftsteller und Herausgeber Migjen Kelmendi gewidmet war, stand im Zeichen des fünfjährigen Jahrestages seiner Wochenzeitschrift Java, die seit dem 1.12.2001 einen Raum für öffentliche Diskussion über das Kosovo von morgen bietet.
Herr Kelmendi stellte dem Publikum das von ihm herausgegebene Buch „Wer ist Kosovare“ vor, in dem die Java-Diskussionsbeiträge in albanischer und englischer Version gedruckt wurden. Das Vorwort des Buches wurde für diese Veranstaltung in deutscher Sprache vorgelesen.
Die Einladung von Java, nach dem Vorbild der europäischen Debatte über ein gemeinsames Haus Europa die Fragen nach der Identität der Bürger von Kosovo sowie nach ihrer Sprache und Kultur mit den Bürgern selbst zu diskutieren, stieß an diesem Abend auf einen lebhaften Zuspruch der einheimischen und auf ein reges Interesse der deutschen Teilnehmer.
Auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung blieb Herr Kelmendi noch lange von fragenden und diskutierenden Teilnehmern umringt, die die angenehme Atmosphäre der APPK-Kulturbegegnung gern in Anspruch genommen haben.
Migjen Kelmendi: Wer ist Kosovare? Kosovarische Identitaet (pdf)
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Förderung des Energiesektors für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum
Mit einem regen und lebhaften Interesse und zahlreichen Rückfragen wurde am 6.12.2006 der Vortrag über die Finanzielle Zusammenarbeit mit dem Kosovo von Frau Ganimete Huruglica, stellv. Leiterin des Kosovo-Büros der Kreditanstalt für Wideraufbau (KfW) von den Teilnehmern der Kosovarisch-deutschen Wirtschaftskontakte aufgenommen und als sehr anregend und interessant gewertet.
Vor dem Hintergrund der drei Hauptziele der Entwicklungszusammenarbeit
Armut senken und die Lebensbedingungen der Menschen verbessernFrieden und Stabilität fördernGrundlagen für nachhaltiges Wachstum schaffen, insbesondere durch Investitionen in die öffentliche Infrastruktur und Förderung des privaten Sektorsberichtete Frau Huruglica über die von der KFW im Kosovo geleisteten Beiträge, deren Höhe von 117 Mio. EUR Zuschüssen seit 1999 insbesondere in drei Sektoren realisiert wurde:
1. Förderung des Privatsektors (insbesondere Finanzsektor)
2. Verbesserung des Energiesektors
3. Rehabilitierung und Verbesserung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.
Die Mehrheit der Teilnehmer beschäftigte die problematische Situation des Energiesektors mit der damit einhergehenden mangelnden Energieversorgung.
Frau Huruglica verwies in diesem Zusammen auf Entwicklungschancen, die sich durch das in Europa drittgrößte Braunkohlepotential ergeben. Durch die Erschließung der neuen Mine Sibovc mit 900 Mio. t könnte eine 1800-2000 MW Erzeugungskapazität errichtet werden, womit die Energievorsorgung für mehr als weitere 100 Jahre gesichert wäre.
Das damit entstehende hohe Stromexportpotenzial im Rahmen des Regionalmarktes würde zu einem Wirtschaftsschub führen, der das kosovarische Budget, nachhaltig stabilisieren würde.
KfW wird auch künftig mit Kosovo zusammenarbeiten und die Entwicklung der Schlüsselsektoren fördern. |
Ich sehe was, was Du nicht siehst...
Kosovo-Filme von jungen Regisseuren
Vor einem vollen Veranstaltungssaal der APPK zeigte am Abend des 30. November Frau Shota Bukoshi, Deutschlandrückkehrerin, Jungfilmerin und Kulturmittlerin Deutsch - Albanisch Kurzfilme ihrer Kommilitonen von der Filmakademie: “Tito ist tot” von Birol Urcan, “Missverständnis” von Amir Vitia und ihren Film “Warum sprichst du nicht?” In den Filmen spiegelte sich das breite Spektrum der gegenwärtigen Kunstlandschaft von Kosovo wieder: Schwarzer Humor, Selbstironie, Trauer über die verlorenen Träume, poetische Kindheitserinnerungen und vor allem viel unverbrauchte, jugendliche Kreativität.
Aus dem Film: “Warum sprichst du nicht?”
Nach der Filmvorführung beantwortete sie Fragen zu Entstehungsbedingungen der studentischen Filme, sie verwies auf die großzügige Unterstützung seitens bekannter Schauspieler und Kameraleute und setzte große Hoffnungen in die zu gründende Filmstiftung von Kosovo und in die bereits laufende Zusammenarbeit mit ausländischen Produzenten.
Zusammen mit dem anwesenden Regisseur Birol Urcan, der demnächst einen neuen Film fertig stellen wird, wurde sie nach dem offiziellen Veranstaltungsteil von zahlreichen Germanistikstudenten in Beschlag genommen, die noch viele weitere Fragen zu den Filminhalten und dem studentischen Kulturleben stellten.
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AGEF /APPK eröffnet Bilderausstellung
Am 27.10.2006 wurde in der Kunstgalerie in Prishtina die Ausstellung des Lebenswerks eines der größten Aquarellmeisters im Kosovo, Herrn Veli Gervalla, unter Teilnahme eines internationalen Publikums feierlich eröffnet. Die Ausstellung wird gefördert von AGEF / APPK, die auch die Einführungsrede hielt.
Die Ausstellung zeigt die Schaffensepochen des Meisters und vermittelt einen Einblick in sein Werden und Reifen, in dessen Motiven die schwere Situation der Kunst in den 90er Jahren und das Erlebnis der Kriegsschrecken ihre Spuren hinterlassen haben. Der immer noch sehr vitale Meister ist nach dem Krieg in eine neue Schaffensphase getreten, die an die Adepten der Aquarellkunst im Kosovo innovative Impulse vermittelt.
Die Ausstellungsförderung findet im Rahmen der von AGEF / APPK initiierten deutsch-kosovarischen Kulturbegegnungen statt.
Die Aquarelle des Meisters Gervalla... |
„Eins der besten Exportgüter Kosovos ist seine Kultur“
Schatten des Kirschbaums im Mondlicht
Prishtina, 16.11.2006. „Der Kulturkontakt ist keine Einbahnstraße“ sagte anlässlich des ersten deutsch-kosovarischen Literaturabends am 16.11.06 bei der APPK der Schriftsteller Mehmet Kraja, Kulturpublizist der angesehen kosovarischen Tageszeitung Koha ditore (www.koha.net). Er gab zu bedenken, dass dem Kulturaustausch innerhalb der intensiven Kontakte des Kosovo mit der Welt wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, so dass das Land selbst für diejenigen, die im Kosovo leben und arbeiten, in kultureller Hinsicht eine „Terra incognita“ ist.
Benötigt werde eine kohärente Kulturpolitik mit Innen – und Außenwirkung. Nach innen, um die Kulturerbe-Debatte, die zu einem wichtigen Statusverhandlungspunkt geworden ist, durch außer acht gelassene Geschichtsepochen zu erweitern. Nach außen, um die vereinzelten individuellen Kulturkontakte auf eine institutionelle Ebene zu heben und um von dem allzu prägenden Folklorismus wegzukommen. Dabei falle der in Deutschland lebenden Diaspora eine besonders wichtige Rolle zu.
Nach der von Frau Finger moderierten Lesung der von ihr ins Deutsche übersetzten Erzählung „Kosovo“ gab es Raum für Fragen des Publikums, das sich besonders lebhaft für die Fragen des Kulturerbes und seiner politischen Weiterungen im Zuge der Dezentralisierung interessierte.
Die deutsch-kosovarischen Kultur- und Wirtschaftbegegnungen der APPK werden am 23.11.06 durch den Fachvortrag in deutscher Sprache von Herrn Dr. Besnik Bislimi über die Wirtschaftsaspekte der Dezentralisierung fortgesetzt. |
Joachim Rücker zu Gast in APPK
Politische und wirtschaftliche Perspektiven des Kosovo
Am 14. November hatte APKK die besondere Ehre, einen hohen Gast begrüßen zu dürfen. Anlässlich des in den Räumen von APPK stattfindenden Monatstreffens der durch das Zentrum für internationale Friedenseinsätze (ZIF) ins Kosovo vermittelten Deutschen nahm der SRSG Her Joachim Rücker die Einladung des ZIF-Netzwerks an, über politische und wirtschaftliche Perspektiven des Kosovo zu berichten.
Die Teilnehmer interessierten sich besonders lebhaft für das politische Thema Nummer eins – die Statusregelung. Herr Rücker informierte über den Zeitplanentwurf der einzelnen politischen Schritte und nahm Stellung zur Dezentralisierungsgestaltung in den überwiegend serbischen Kommunen und zu Fragen des Minderheitenschutzes.
Positives gab es auch in Sachen Wirtschaftentwicklung zu berichten. Es gibt ein Wirtschaftswachstum von rund 10 % zu verzeichnen, das zum ersten Mal seit 1999 dem Wachstum im privaten Bereich zu verdanken ist. Das Wachstum wird dazu beitragen, die Arbeitslosigkeit zu verringern. Angesichts der Zahl von jährlich mehr als 30.000 Neuzugängen auf dem Arbeitsmarkt werden ebenso die Möglichkeiten des Arbeitszugangs außerhalb von Kosovo sorgfältig geprüft. |
Die Armut der Kinder bekämpft man mit durch die Beschäftigung der Erwachsenen
Internationalen Konferenz über die Armut der Kinder im Kosovo
Auf Einladung der NGO „Hope for the Future“ nahmen Vertreter der AGEF / APPK an der internationalen Konferenz über die Armut der Kinder im Kosovo teil, die von ifa und der Deutschen Welle am 9.12. in Mitrovica mit Mitteln aus dem von Deutschland geförderten Stabilitätspakt organisiert wurde.
Im ersten Konferenzteil fanden ein Radio-Wettbewerb und die Prämierung der besten Reportage über die Armut der Kinder in der Region statt. Den ersten Preis gewann unter acht Finalisten aus Kosovo, Serbien, Mazedonien und Montenegro die junge Journalistin vom Fernsehfunk Kosovo (RTK) Frau Mentea Zekaj.
In der Diskussionsrunde im zweiten Konferenzteil stellten Vertreter der Ministerien, des UNDP, der Wirtschaftskammer und lokaler und internationaler NGOs ihre Erfahrungen und Vorschläge zur Bekämpfung der Armut der Kinder vor.
Die Vertreterin von AGEF / APPK, Frau Finger, sagte bei dieser Gelegenheit: „Die Bekämpfung der Armut der Kinder muss notwendigerweise durch die Beschäftigungsförderung der Erwachsenen begleitet werden. APPK entwickelt Maßnahmen zur gezielten Förderung von benachteiligten Gruppen sowohl durch Berufstrainings und Stellenvermittlungen für diese Zielgruppen als auch durch die Unterstützung der ersten fachlich ausgebildeten Generation von Sozialpädagogen im Kosovo durch Beratung und Praktikumsmöglichkeiten“ |
Wirtschaftliche Aspekte der Dezentralisierung im Kosovo
Das Thema der Dezentralisierung als ein Bestandteil der Statusverhandlungen von Kosovo wird in den kosovarischen Medien intensiv und kontrovers diskutiert. Allerdings stehen im Vordergrund fast ausschließlich die politischen Aspekte.
Auf Einladung von APPK /AGEF unterzog Herr Dr. Besnik Bislimi von der American University Kosova im Rahmen der deutsch-kosovarischen Wirtschaftskontakte am 23.11. den Aspekt der wirtschaftlichen Auswirkungen einer eingehenden Analyse.
Eingangs stellte er klar, dass in Kosovo zwar die Rede von der „Dezentralisierung“ sei, in Wirklichkeit handele es sich um einen Zwischenbereich der Dekonzentrierung und der Delegierung. Abgeleitet von einem theoretischen Rahmen biete die Dezentralisierung im Kosovo zweilfelsohne zahlreiche Vorteile gegenüber der jetzigen Verwaltungsstruktur, doch die zu erwartenden Nachteile überwiegen gegenwärtig deutlich.
Um die Nachteile zu vermeiden bzw. gering zu halten, sei eine intensive Informationsarbeit für die kosovarischen Bürger nötig, damit sie die Vorteile, die sich durch die Bürgernähe und eine verbesserte Verwaltungstransparenz ergeben, auch zu wissen nutzen, um aktiv an den kommunalen Entscheidungsfindungen mitarbeiten zu können. Ebenso sollten Weiterbildungsmaßnahmen für die lokalen Verwaltungen bereitgestellt werden, damit sie die auf sie zukommenden neuen Herausforderungen kompetent bewältigen können.
In der lebhaften Diskussion wurden mit den Teilnehmern die Vor- und Nachteile im Vergleich mit dem deutschen Modell und den Erfahrungen in Deutschland besprochen.
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Zivilgesellschaft fängt bei der Jugend an
„Kosovo ist mit mehr als 50% jungen Menschen eine junge Gesellschaft. Von diesen sind jedoch mehr als 70% arbeitslos, wodurch das Land vor enorme Probleme gestellt wird, für deren Lösung es einer professionellen Arbeit mit den Jugendlichen bedarf“, stellte in seinem Vortrag über die Jugendarbeit in Nachkriegs- und Krisengebieten der Sozialpädagoge Herr Dr. Lulzim Dragidella von der FH Regensburg und Gastdozent an der Philosophischen Fakultät der Universität Prishtina fest.
„Die Jugendarbeit ist weder Basteln, Tanzen noch gelegentliches Fußballspielen, sie ist die Begleitung der Jugendlichen entsprechend ihren spezifischen Bedürfnissen durch eine sie nachhaltig prägende Lebensphase“, fuhr Dr. Dragidella fort. Und genau an diesem Punkt setzten im Kosovo die entscheidenden Schwierigkeiten ein. Der unkoordinierte Boom der Jugendorganisation und –projekte der ersten Nachkriegsjahre mit sehr heterogenen Wertesystemen ist abgeflacht, über die Hälfte der 50 neu entstandenen Jugendzentren wurde wegen Geldmangel geschlossen, und es gibt sehr wenig professionell ausgebildete Jugendbetreuer.
Herr Dr. Dragidella gehört zu den Gründungsdozenten der Studienrichtung Sozialpädagogik an der Univeristät Prishtina, deren erstes Semester soeben angelaufen ist und dessen erste Absolventen in drei Jahren ins Berufsleben treten werden. Herr Dr. Dragidella unterstützt neben der theoretischen Ausbildung auch die Durchführung von Praktika, die im Studienplan bedauerlicherweise nicht vorgesehen sind und die von den Studenten freiwillig absolviert würden. Der von ihm organisierte Informationsbesuch seiner Studenten bei der APPK sowie sein Vortrag für das Fachpublikum in der APPK stellen den von der APPK moderirten Auftakt der deutsch-kosovarischen Kultur- und Wirtschaftsbegegenungen dar, die sich gleich am ersten Abend eines regen Intereresses erfreuten. |
Lebens- und –Arbeitsbedingungen in
Serbien und Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie in Kosovo
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AGEF stellt ein aktuelles Papier zu „Lebens- und –Arbeitsbedingungen in Serbien und Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie in Kosovo“ vor. Das Papier umfasst Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung, es stellt die geltenden Arbeitsgesetze vor, gibt Auskunft über durchschnittliche Einkommen und Lebenshaltungskosten und informiert über die landesspezifischen Modalitäten der Existenzgründung. Darüber hinaus enthält das Papier zahlreiche nützliche Links zum Weiterlesen und –infomieren.
Durch die konzentrierte und übersichtliche Form sowie die Vergleichsmöglichkeiten der dargestellten Länder wird ein guter Einstieg bzw. eine effektive Wissensaktualisierung für alle Interessenten geboten, die sich aus fachlichen oder beruflichen Gründen über den gegenwärtigen Stand informieren wollen. |
Fremdsprachen lernen für eine bessere berufliche Perspektive
In einer produktiven Arbeitsatmosphäre verlief am 22.11.2006 der 2. Runde Tisch in Peja zum Thema: „Fremdsprachen lernen für einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt“.
Im Zentrum stand die Planung eines Kurses Wirtschaftsalbanisch für junge Bosnier, die beim Arbeitsamt als arbeitsuchend gemeldet sind, Kenntnisse des Umgangsalbanischen haben und über ein Fachabitur in Wirtschaft verfügen.
Die Vertreter des Arbeitsamtes und des Berufstrainingszentrums erklärten sich bereit, AGEF /APPK bei der Entwicklung eines Kurskonzeptes zu unterstützen. Die anwesenden Vertreter der bosnischen Zivilgesellschaft, die bereits Grundkurse des albanischen durchgeführt haben, sicherten ihre Mitarbeit bei der Durchführung des Fachsprachkurses zu. |
Informationstreffen mit Erstsemestern
Vierundzwanzig Studenten des neu gegründeten Fachbereichs Sozialpädagogik an der Universität Prishitna statteten der APPK am 8.11.in Begleitung ihres Dozenten, Herrn Dr. Dragidella, einen Besuch ab. Die künftigen Sozialarbeiter interessierten sich für die Arbeitsfelder der APPK und äußerten den Wunsch, während des Studiums ein Fachpraktikum zu absolvieren.
Nach seinem Einführungsvortrag beantwortete der APPK-Leiter, Herr Xhafa, die Fragen der interessierten Studenten und stellte seinerseits Fragen nach den beruflichen Plänen der ersten Generation der wissenschaftlich ausgebildeten Sozialarbeiter. Abschließend wurde vereinbart, Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit zwischen APPK und dem Fachbereich zu prüfen. |
Online Börse für gebrauchte Maschinen und Anlagen
Karlsruhe, 18. bis 20. April 2007
Auch im Jahre 2007 wird die Messe im Messezentrum Karlsruhe wieder stattfinden. Angeboten werden Maschinen für die Metallverarbeitung, Holzbearbeitung, Kunststoff- und Kautschukverarbeitung, Verpackung, Nahrungsmittelindustrie, Textilindustrie, Telekommunikation und EDV-Technik, Bauwesen, Landwirtschaft, Energietechnik, Entsorgung und Recycling, Dienstleistungssektor und viele andere. Für Existenzgründer aus Entwicklungs- und Transformationsländern ist die Messe eine gute Gelegenheit, second-hand-Maschinen zu besichtigen und zu erwerben.
Die RESALE ist die größte Gebrauchtmaschinenmesse der Welt und Leitmesse des Gebrauchtmaschinenmarktes:
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Kontaktadressen
Die Börse ist zweisprachig englisch und deutsch
Weitere Informationen unter:
www.resale-germany.com |
Fotoimpressionen aus Kosovo
Ländliches und städtisches Leben, Wiederaufbau, Industrie, Bildung, Handel, Kultur, Landschaften, Geschichte, Handwerk und mehr ...
Kleinbauer auf dem Weg zur Feldarbeit - die Region um Rahovec ist berühmt für Weinanbau.
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