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News
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Change Agents for Afghanistan
How young returnees contribute to the development of their home country
Every year thousands of pupils graduate from school in Afghanistan. Many of them intend to go on with their educational career at universities or universities of applied sciences. However, those institutions of higher education still have to be rebuilt and undergo tremendous reformation. In 2009 alone there were about 100,000 graduates from school taking the entrance examination for the institutions of higher education.
In the capital, Kabul University is one of the most attractive of such institutions and one of the biggest, too. The Kabul University was founded in 1932. Thousands of students enroll in one of the fourteen faculties of Kabul University. Throughout the years many of its graduates have proven themselves scholars and professionals in a range of subjects and disciplines.
Still recovering from the years of chaos, the government is largely investing in the higher education system to meet the national demand for highly-qualified labour and to catch up with international standards. In addition to further public universities in Kabul there is a number of private universities and higher educational institutions which try to balance the deficiencies and high requirements of the country alike.
But the country is still in dire need of the capacities to develop the fledgling institutions and to run the administration of the process of reconstruction urgently needed. Diaspora and educated people with international degrees can easily be integrated. The government is eager to invest in foreign education and experiences gained by Afghans who have studied abroad.
Mr. Asif Ehsan is one of those young Afghans who returned to Afghanistan. There are many graduates who finished their studies successfully abroad at universities in European countries, such as Germany, but also in the United States. After his return Ehsan started working as a consultant in one of the non-governmental organizations and is quite satisfied with his career. He believes that good positions and good salaries are the most attractive aspects for Afghans educated abroad to come back and work at home. Moreover, he notes that the main competition nowadays is between the government on the one hand, and INGOs and NGOs, respectively, on the other one.
The development process needs a panel of experts to run the development machinery and link its work with the outside world. There is a demand for further skills and international experience. As Ehsan says, good education is a prerequisite in almost any field. People with Master and PhD degrees and good work experience are given high priority; however, even BA holders are offered good prospects to get employed. People with a good command of foreign languages such as English, German or French quickly get absorbed in the job market. The most important language is English. The Afghan educational system cannot meet the immediate need for young masterminds.
The government spends a considerable amount of its annual budget for development and foreign aid on hiring foreign consultants and experts. Hence, Ehsan thinks that highly educated Afghans who are currently living abroad should be encouraged to come home and work in Afghanistan. Although a fragile security situation remains a hurdle, there are many incentives which could attract young educated Afghans. Ehsan says, “Young people are the only ones who have the up-to-date know-how and the skills relevant to all ongoing projects in Afghanistan. They have proven to be the most effective workforce in all areas; as a result they are given chances, particularly within INGOs and NGOs.”
He then says, “... being the representative of a change in a country which urgently needs to be changed is the biggest incentive behind my continued work in Afghanistan.”
This text is based on an interview which Ms Naheed Sarabi, intern with AGEF Berlin at that time, conducted with Mr. Asif Ehsan in April of 2009.
AGEF Berlin, July 2009
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Eine Spende für Invalide in Kabul
Schuhe für Menschen, denen ein Bein amputiert wurde
600 Schuhe für Invalide wurden im Februar diesen Jahres nach Afghanistan geliefert. Bei den Schuhen handelte es sich um produktionsneue Sportschuhe in handelsüblichen Größen, von denen es fertigungsbedingt allerdings immer nur den linken oder rechten Schuh gibt. Die in der Nähe von Königswinter produzierende kanadische Firma entschied sich, diese Schuhe an Menschen abzugeben, die ein Bein verloren haben. Durch einen Stabsoffizier der Bundesluftwaffe wurde der Kontakt zu AGEF und über AGEF zu dem in Kabul arbeitenden Orthopädiemechaniker, Wali Nawabi, hergestellt.
Die Firma EPace GmbH aus Aichtal-Grötzingen übernahm die Versandkosten, und mit Hilfe der in Kabul stationierten deutschen Soldaten sowie der AGEF-Mitarbeiter vor Ort wurden die in 20 Kartons verpackten Schuhe am 24. Februar 2009 an den Orthopädiemechaniker übergeben. Dieser reichte einen Teil der Spende an zwei Hilfsorganisationen weiter, die ebenfalls Menschen betreuen, welche in Folge von Landminen, Unfällen oder Krankheit ein Bein verloren haben.
Orthopädiemechaniker Nawabi und ein Patient mit neuem Schuh
In Afghanistan sind mehr als 860.000 Personen invalid, haben Gliedmaßen verloren oder leiden an einer körperlichen Behinderung. Viele wurden während der Kriegsjahre verletzt oder wurden Opfer der ca. 9 bis 10 Millionen Landminen in Afghanistan. Doch nicht zuletzt sind auch Unternährung, schlechte medizinische Versorgung oder Drogenmissbrauch Gründe für notwendig werdende Amputationen.
Die meisten dieser Menschen sind nicht dazu in der Lage, ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu bewältigen. Sie sind auf die Unterstützung von Familienangehörigen angewiesen. Auf der anderen Seite erhalten sie eine kleine Unterstützung vom afghanischen Ministerium für Arbeit, Soziales und Invaliden. Die monatliche finanzielle Hilfe beträgt 400 Afghani, ein Betrag von ca. 7,60 US-Dollar.
AGEF Berlin, März 2009
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Beteiligen Sie sich!
Studie zum Potential der afghanischen Diaspora für den Wiederaufbau Afghanistans
Sie wollen zum Wiederaufbau Afghanistans beitragen? Welche Qualifikationen besitzen Sie? Welche Erwartungen haben Sie an eine zeitlich begrenzte Tätigkeit in Afghanistan?
Die Umfrage beschäftigt sich mit dem Potential von in Deutschland lebenden Afghanen und deren Bereitschaft, ihre Erfahrungen und Qualifikationen in Afghanistan einzubringen.
Füllen Sie den Fragebogen aus und senden Sie uns diesen per Email, Fax oder Post zu.
AGEF Berlin
Tel.: 030-501085-11
Fax: 030-5097804
Email: afghanistan@agef.de
Fragebogen auf Englisch: Download
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AGEF bietet Ausbildungen in der Provinz
Mobile Trainingswerkstatt in Baghlan
In den oft weit zersiedelten, ländlichen Gebieten Afghanistans, dort, wo die Mehrheit der Afghanen lebt, gibt es auch heute noch so gut wie keine Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Katastrophal ist die Lage z.B. auch in der Provinz Baghlan, nur 160 km nördlich von Kabul. Im dortigen Distrikt Khenjan mit seiner gleichnamigen Hauptstadt leben etwa 30.000 Einwohner, die meisten von ihnen in kleinen Bergdörfern. Fast alle Frauen und die Mehrheit der männlichen Bevölkerung sind Analphabeten, die von ein wenig Landwirtschaft leben. Ihre Chance, einen Beruf zu erlernen, war bislang gleich Null.
Für die Verbesserung der Ausbildungslage in den Provinzen hat AGEF nun eine mobile Ausbildungswerkstatt konzipiert. Die Werkstatt besteht aus zwei Containern, einer zerlegbaren Dachkonstruktion und Seitenteilen, die zu einer kleinen Ausbildungseinheit montiert werden können. In den beiden Containern können je 15 Trainees zu Schreinern und zu Metallarbeitern ausgebildet werden. Im Raum zwischen den Containern entsteht aus dem Dach und den Seitenteilen ein Klassenzimmer für den theoretischen Unterricht. Die Ausbildungswerkstatt lässt sich mühelos in zwei Wochen zusammensetzen und wieder zerlegen. Seit Anfang April steht der Prototyp dieser mobilen Ausbildungswerkstatt nun in Khenjan. Dort konnten bereits die ersten 30 Trainees in sechs Monaten zu Schreinern und Metallbauern ausgebildet werden. Die meisten Trainees waren Analphabeten, die bisher auf der Farm der Familie aushalfen. Einige wenige hatten zuvor in einem Handwerksbetrieb gearbeitet, wo sie vier Dollar pro Monat oder manchmal auch nur für ein warmes Mittagessen am Tag als Hilfsarbeiter erhielten.
Im AGEF-Training erhielten die jungen Männer im Alter von 15 bis 22 Jahren nun erstmals die Gelegenheit, die Basis für ein Handwerk zu erlernen. Dabei wechselten sich theoretischer Unterricht in Mathematik, Lesen und Schreiben und praktischer Unterricht im Schreiner- und Metallbauhandwerk ab. Schreinertrainee Mahabullah, der bei seinem Großvater aufwuchs, ist begeistert vom Training: „In meinem ganzen Leben durfte ich noch niemals eine Schule besuchen, musste stets dem Großvater auf dem Hof helfen.“ Durch die Ausbildung hofft der junge Mann nun darauf, eine Anstellung in einem der örtlichen Handwerksbetriebe zu bekommen. Das Ausbildungssystem, bestehend aus theoretischem und praktischem Unterricht, kam bei den Trainees gut an und entspricht den Richtlinien des „National Skills Development Program“, die der afghanische Staat als Ausbildungsgrundlage vorsieht.
„Alle Trainingsteilnehmer waren sehr motiviert und nahmen alles Wissen begierig in sich auf“, freut sich Schreiner- Trainer Farhad Ahmad aus Kabul. 22 Euro für An- und Abfahrt in die Dörfer garantierten, dass auch Afghanen aus weit entfernten Dörfern am Training teilnehmen konnten. Seit November läuft nun ein zweiter Kurs für weitere dreißig Schreiner und Metallarbeiter. Darüber hinaus findet im Schulungsraum der mobilen Einrichtung Unterricht für 15 Kfz- Mechanikertrainees statt, die ihre Praxisausbildung in lokalen Werkstätten erhalten. Und auch 15 junge Frauen erhalten mit finanzieller Unterstützung von AGEF eine Ausbildung als Schneiderin bei einer örtlichen Frauenorganisation. Am Ende der sechsmonatigen Ausbildung bekommen alle Trainees ein berufsspezifisches Werkzeugset. Weitere mobile Ausbildungswerkstätten für die Provinzen sind bereits geplant.
AGEF Berlin, Dezember 2008 |
Unternehmensförderung in Afghanistan
Exportförderagentur EPAA gewinnt „Global Export Award“
Für die erfolgreichen Anstrengungen, die eigene Wirtschaft mit neuen Märkten zu verbinden, ist die afghanische Exportförderagentur EPAA Mitte Oktober in Den Haag mit dem „Global Export Award“ ausgezeichnet worden.
Die Awards werden von der Organisation zur Förderung des Welthandels „World Trade Promotion Organization“ ausgelobt und von den Vereinten Nationen unterstützt. Ziel der Organisation ist es, kleine Exporteure in Entwicklungsländern zu fördern. Die afghanische Exportförderagentur EPAA wurde 2006 mit deutscher Unterstützung etabliert und wird bis heute unterstützt. Bisher arbeitet die Agentur mit 600 Firmen in Afghanistan zusammen - bis 2015 sollen es 5000 werden. EPAA hilft Unternehmen, die international expandieren wollen. Durch diese Unterstützung konnten die Exporte in Afghanistan von 2006 auf 2007 um 10 Prozent gesteigert werden. „Dieser Preis sollte unseren Exporteuren gewidmet werden“, sagte Suleman Fatimie, CEO von EPAA, in Den Haag. „Sie verdienen es mehr als wir.“
Informationen zu EPAA unter www.epaa.org.af
Quelle: "Deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan", Newsletter des BMZ, 3. Ausgabe, Dezember 2008, 12.12.2008
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Tagung der Ruhr-Universität Bochum
Kooperation mit Afghanistan im Hochschulbereich
Köln (bfai) - Der Wiederaufbau der afghanischen Wirtschaftsfakultäten ist für die Entwicklung des krisengeschüttelten Landes von großer Bedeutung. Die wichtigsten Partner und Akteure der internationalen Hochschulzusammenarbeit mit Afghanistan treffen sich am 21.11.08 in Bochum zu einer Veranstaltung. Hochrangige Teilnehmer werden über die Verbesserung des Qualifikationsniveaus der Lehrenden sowie über Möglichkeiten einer nachhaltigen Erhöhung der Forschungskompetenzen diskutieren.
Das Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik (IEE) und der Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum setzen sich seit 2002 für den Wiederaufbau der Wirtschaftsfakultäten in Afghanistan ein. Mit Unterstützung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und aus Finanzmitteln des Stabilitätspakts Afghanistan unterstützen die Bochumer wirtschaftswissenschaftliche Bachelor-Studiengänge in dem westasiatischen Land.
Seit Herbst letzten Jahres fördert das afghanische Ministerium für höhere Bildung aus Mitteln der Weltbank auch einen MSc-Studiengang in Management and Economics für afghanische Wirtschaftsdozenten. Die Tagung, die auf afghanischer Seite von Hochschulminister Dr. Mohammad Azam Dadfar angeführt wird, möchte mit Partnern und Akteuren, Ergebnisse und Perspektiven der Zusammenarbeit diskutieren.
Afghanistan zählt weiterhin zu den ärmsten Staaten der Welt. Nach dem Sturz der Taliban konzentriert sich das Land auf den Neuaufbau der Infrastruktur. Die wirtschaftlichen Aufbaumaßnahmen sind durch eine Verschlechterung der Sicherheitslage zwar gebremst worden, signifikante Fortschritte sind aber dennoch erkennbar. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds lag das Wirtschaftswachstum (BIP) 2007 bei 11,5%. Für 2008 wird ein BIP-Zuwachs von 7,5% erwartet.
Informationen zur Tagung am 21.11.2008:
Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik
Ruhr-Universität Bochum
GB 1/58, Unversitätsstr. 150
44801 Bochum
Kontaktperson: Angelika Klauschenz
Tel.: 0234/ 3 22 22 43; Fax: 0234/ 3 21 42 94
E-Mail: Angelika.Klauschenz@rub.de
Quelle: Bundesagentur für Außenwirtschaft, 18.11.2008
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Infrastructure Development in Badghis
Construction Work on Four School Buildings Begins
HERAT (PAN): Construction work of four separate school buildings began on Sunday in Qades district of Badghis province with a total cost of 460,000 US dollars. The facilities will be ready for use before the start of coming academic year. Syed Ahmad Shah Sadat, head of education department of Badghis province told Pajhwok that Qades Girls High School will be constructed with total cost of 354,000 provided by Spanish provincial reconstruction team. He added that building which will have two storey and 16 class rooms would have capacity to accommodate 800 students who used to study under tents.
Construction of Qades an adjacent male high school costing 48,000 dollars, started with support of the same reconstruction team. That school will have 6 classes and will facilitate space for 279 students.
Also the construction work of a primary school in Zard Alogag village and Qadas Khurdak female school started on Sunday, said the head of education department of Badghis.
Last week two schools buildings were opened for use in the same province which was built with six million Afghanis from the Education ministry's budget.
Autor: Ahmad Qureshi
Source: Pajhwak Afghan News Agency, 03.11.2008
Construction Work on Road Project Started in Badghis
HERAT CITY (PAN): Construction work on a 32-kilometre road connecting Qala-i-Naw with Qadis district started in the northwestern Badghis province officials said on Saturday.
They said the project will benefit thousands of people of both the areas.
Construction work on the road that will be constructed with the fund of Public Works Department allocated for development started early this morning, Provincial Governor Muhammad Ashraf Nasiri told Pajhwok Afghan News. He informed the project will be completed during one year by private Construction Companies, where 45 small and large bridges will be also built on will benefit thousands of people the road. The road will be asphalted by other organizations after completion of its paving, he hoped.
Haji Abdul Matin, representative of the area people expressing his happiness about the road said people were facing difficulties during transportation; construction of the road will be a resolution of a great problem of the locals.
Autor: Ahmad Qureshi
Source: Pajhwak Afghan News Agency, 01.09.2008
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Success at the Olympic Games in Beijing
Afghans Win First Olympic Medal
HBBC News - Rohullah Nikpai won Afghanistan's first ever Olympic medal when he took bronze in the taekwondo men's 58kg category. He beat world champion Juan Antonio Ramos of Spain 4-1 in a play-off.
Taekwondo is one of the most popular sports in conflict-hit Afghanistan, which boasts more than 700 clubs and 25,000 competitors. The nation - which has sent a team of four to Beijing - counted its previous best Olympic finish as a fifth place in the wrestling in 1964.
Nikpai's victory thousands of miles away has dominated news on several private television and radio stations in Afghanistan. Afghanistan's President Hamid Karzai is reported to have spoken to Nikpai over the phone to congratulate him on his victory. And the president of the Afghan Olympic committee, Mohammad Anawar Jegdalak, told the BBC the government would give the martial artist a house to mark the win. He also said an organisation in Kabul plans to give Nikpai a gift of US$50,000. Taekwondo is a Korean martial art, brought to Kabul by an American master in 1972.
Source: Afghan News, 20.08.2008
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Afghanistan auf der CeBIT in Hannover
Hightech am Hindukusch
Afghanistan nimmt in diesem Jahr erstmals an der CeBIT in Hannover teil. Die kleine, aber rasch wachsende IT-Branche des Landes hofft auf internationale Kunden und Kontakte für den technologischen Aufbau des rückständigen und krisengeschüttelten Landes.
Die ersten Internetcafés entstanden schon kurz nach Sturz der Taliban vor mehr als sechs Jahren. Damals waren sie selten und für Afghanen praktisch unbezahlbar. Seitdem hat sich viel getan bei der Informations- und Kommunikationstechnologie in Afghanistan. Internetdienstleister knüpfen ihr Netz immer enger, sind billiger und besser als in den mühsamen Anfangsjahren. Mehrere Mobilfunkfirmen versorgen inzwischen selbst entlegenere Städte und Landstriche. Von fabelhaften Fortschritten will der Branchenverband NICTAA deshalb beim ersten afghanischen Auftritt auf der CeBIT erzählen, aber auch von enormen Herausforderungen. Verbandsvize Mohammad Nasir Rahimy betont das große Potential für Informations- und Kommunikationstechnologie in Afghanistan, doch er schränkt ein: "Doch es gibt noch viel Arbeit. Wir brauchen die passende Infrastruktur, Strom, das Personal und vor allem brauchen wir Sicherheit."
Mangelnde Sicherheit bedroht den Aufschwung
Sicherheit spielt nicht nur eine Rolle, wenn man Kabel ziehen, Sendemasten aufstellen und Serveranlagen betreiben will. Sicherheit ist auch ein wichtiges Kriterium, um Fachleute in Afghanistan zu halten und nach Afghanistan zu bringen. Junge Afghanen haben zwar großes Interesse an Informationstechnologie, aber selten eine ausreichende Ausbildung. Deshalb sei man derzeit auf Fachleute aus dem Ausland angewiesen, so Rahimy. "Doch angesichts der jetzigen Sicherheitslage ist es unmöglich, Experten aus dem Ausland hierher zu bringen. Vor einigen Jahren war das noch leichter. Aber jetzt kommt niemand mehr. Und wir haben nicht genug Afghanen für den Informationstechnik-Sektor", bedauert er.
Kleine Firmen bemängeln zu hohes Lohnniveau
Viele Firmen der noch jungen und kleinen Branche klagen, gut ausgebildete Bewerber seien für sie kaum zu bezahlen. Nicht nur hohe Steuern belasten den Informationstechnologiesektor, sondern auch die Konkurrenz der vielen internationalen Organisationen in Afghanistan. So sagt Mike Dawson vom Internet-Dienstleister Paiwastoon: "Die Geberorganisationen haben das Gehaltsgefüge hier enorm verzerrt. Jeder, der von einem Stipendium oder einem Europa-Aufenthalt zurückkehrt, bekommt von der Gebergemeinschaft so viel Geld geboten, dass wir uns nicht leisten können, da mitzuhalten."
Aus der Not eine Tugend machen
Die Expansionspläne von Firmen wie Paiwastoon richten sich zunächst auf das eigene Land. Kreative Lösungen für das schwierige Umfeld Afghanistan. Hier gibt es nicht nur Stromprobleme und langsame Verbindungen, sondern angesichts schlechter Englisch-Kenntnisse auch die Notwendigkeit, Produkte in den Landessprachen Dari und Paschtu anzubieten. Mike Dawson sieht darin ein Chance. Da viele Staaten in Asien und Afrika dieselben Probleme wie Afghanistan hätten, hoffe er für die Zukunft auf Partnerschaften, um die Technologie, die für Afghanistan entwickelt wurden, in diese anderen Länder exportieren zu können.
Für Paiwastoon Networking Services und drei weitere afghanische Firmen bietet die CeBIT nun erstmals die Chance, nach künftigen Kunden oder Partnern Ausschau zu halten. Vor allem aber will man Ideen sammeln und lernen, wie Verbandsvertreter Rahimy betont. Man werde beobachten wie andere Informationstechnologie-Firmen ihr Geschäft entwickelten und Kontakte knüpfen.
Quelle: tagesschau.de, 02.07.08
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Informationen der Bundesagentur für Außenwirtschaft
Wirtschaftstrends kompakt Afghanistan 2007/08
Köln (bfai) - Afghanistan zählt weiterhin zu den am wenigsten entwickelten Staaten und gilt nach der UNDP-Statistik als das sechstärmste Land. Internationalen Schätzungen zufolge leben etwa 80% der Bevölkerung in völliger Armut auf dem Land. Die Infrastruktur - Straßen, Stromwirtschaft, Wasser und Abwasser - befindet sich seit dem Sturz der Taliban im Neuaufbau. Die meist geberfinanzierte Bauwirtschaft und die private Nachfrage sind treibende Elemente der Wirtschaft. Bescheidene Fortschritte verzeichnet auch die Industrieproduktion.
Vollständiger Artikel unter Wirtschaftstrends kompakt Afghanistan 2007/2008, 21.02.2008
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Beruflicher Einstieg in Afghanistan
Informationsveranstaltungen im April 2008 in Deutschland
„Ich lebe seit mehreren Jahren in Deutschland, hatte aber nie die Möglichkeit in meinem Beruf als Lehrer zu arbeiten. Jetzt denken ich und meine Familie über Rückkehr nach. Welche Chancen habe ich beruflich in Afghanistan?“
Wie Ahmad M. nutzten Afghaninnen und Afghanen vom 09. bis 17. April 2008 die Informationsveranstaltungen in München, Dietzenbach (bei Frankfurt), Dortmund, Hannover, Berlin und Hamburg, um sich von dem AGEF-Mitarbeiter, Herrn Mirvais, über die Arbeitsaufnahme in Afghanistan zu informieren. Herr Mirvais ist im Rückkehrer Service Center (RSC) in Kabul tätig. Das RSC ist eines von sechs AGEF-Einrichtungen in Afghanistan, in der aus Deutschland rückkehrende Afghaninnen und Afghanen zu ihrem beruflichen Einstieg beraten und durch Stellenvermittlung, Weiterbildungs- oder Qualifizierungsmaßnahmen begleitet werden.
Herr Mirvais schilderte im Rahmen der Veranstaltungen in Deutschland aktuelle Entwicklungen der afghanischen Wirtschaft. Insbesondere in den Branchen Dienstleistung, Telekommunikation und Medien wird derzeit ausgebildetes Personal für technische und Verwaltungsaufgaben benötigt. Auch für Personen wie Herrn Ahmad, der über einen Studienabschluss jedoch über wenig Berufserfahrung verfügt, gibt es vielfältige Einstiegsmöglichkeiten. Auch das boomende Baugewerbe beklagt den Mangel an Fachkräften. Der vermehrte Einsatz von Gastarbeitern aus Bangladesch, Indien und anderen Ländern als Facharbeiter auf dem Bau hat zu einem Umdenken bei den Unternehmen geführt. Sie suchen verstärkt nach einer gut qualifizierten Stammbelegschaft, um nicht mehr ausschließlich Tagelöhner ohne Qualifikation einzusetzen.
Weiterhin ging Herr Mirvais auf alltagspraktische Fragen ein: Welche Schule können meine Kinder besuchen? Wie ist die Gesundheitsversorgung einzuschätzen? Welche Kosten kommen in Bezug auf Wohnen und Lebenshaltung auf mich zu?
In drei zusätzlichen Veranstaltungen erhielten Migrationsberaterinnen und -berater Informationen zu den Lebensumständen vor Ort und zur Sicherheitslage. Neben dem Thema Wirtschaftsentwicklung und berufliche Einstiegsmöglichkeiten standen zudem die Fördermöglichkeiten durch das Programm „Returnt to Employment in Afghanistan“ (REA) auf dem Programm.
Die Veranstaltungen fanden in Zusammenarbeit mit Coming Home München, dem Kreis Offenbach, DRK Landesverband Westfalen-Lippe e.V., Raphaels-Werk Hannover und dem Flüchtlingszentrum Hamburg statt. Wir danken allen Beteiligten für Ihre Unterstützung.
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