 |
|
News
|
Risiken infolge von Naturkatastrophen verringern:
AGEF-Engagement für Katastrophenvorsorge
Berlin, März 2010
AGEF-Projekte im Bereich Katastrophenvorsorge - ein Überblick über Aktivitäten im Irak, in Madagaskar und Afghanistan
AGEF mit erstem Disaster Awareness Training in der Region Irak-Kurdistan
Die Situation in Pengween im Nordosten Iraks ist ernst: regelmäßig registrieren Forscher hier, an der Grenze zum Iran, seismische Aktivitäten. In der Vergangenheit gab es schwere Erdbeben mit zahlreichen Opfern und massiven Gebäudeschäden. Hinzu kommen Gefährdungen durch Überflutungen und Hangrutsche.
Mit dem von der Berliner Organisation AGEF durchgeführten Projekt „Disaster prevention in municipal structures in Iraq / Kurdistan Region“ soll diesen Gefahren begegnet werden. In einem Pilotprojekt, in das fünf Gemeinden und zehn Schulen eingebunden sind, werden Multiplikatoren in den Grundlagen der Katastrophenvorsorge geschult. Im Mittelpunkt stehen Vorsorge- und Schutzmaßnahmen für Erdbeben.
Mithilfe der Multiplikatoren soll in der Folge bis zu 1000 Dorfbewohnern und Schülern Wissen hinsichtlich Frühwarnung, Erste Hilfe und Erstversorgung, Evakuierungsplanung, Suchen und Retten, Räumung sowie Aufbau und Umgang mit Notunterkünften vermittelt werden. Wichtigstes Ziel des Projekts ist die Sensibilisierung der Bevölkerung für Naturgefahren, sowohl im Hinblick auf Früherkennung als auch hinsichtlich der Reaktionsfähigkeit im Katastrophenfall.
Mit einem Multiplikatorentraining (TOT) vom 13. bis zum 18. Februar 2010 wurde in Suleimaniya ein weiterer Schritt in Richtung einer verbesserten Katastrophenvorsorge in der autonomen Provinz Irak-Kurdisten getan. Die Verantwortlichen von AGEF gehen davon aus, dass das community based project neben der nordirakischen Gesellschaft auch die politischen Entscheidungsträger stärker an das Thema heranführt und damit auch den Aufbau staatlicher Vorsorgestrukturen fördert. Das Interesse an dem Thema ist jedenfalls groß. Ein ausführlicher TV-Bericht über das Training in Suleimaniya dürfte mit dazu beitragen, dass es auch nicht abebbt.
Während der einjährigen Laufzeit des disaster-risk-reduction-Projektes wird eine ganze Bandbreite von Maßnahmen und Aktivitäten umgesetzt. 150.000 Euro stehen dafür zur Verfügung, das deutsche Auswärtige Amt fördert das Projekt.
Katastrophenvorsorgeprojekt an der Sudostküste Madagaskars:
Vorbereitung auf Zyklone, Tsunamis und Überschwemmungen
Die weltweit viertgrößte Insel Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von schweren Zyklonen und tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Die Stürme entstehen über dem Indischen Ozean und treffen mit geballter Kraft auf die dichtbesiedelte Ostküste des Landes. Auch die westlichen und südwestlichen Küstenregionen sind stark betroffen. Jedes Jahr sind Menschenleben zu beklagen, die Naturkatastrophen führen zu Obdachlosigkeit und zu weitreichenden Ernteausfällen. Die Bevölkerung, insbesondere in den östlichen Küstenregionen in einem der ärmsten Länder der Erde, steht den Naturgewalten oft hilflos gegenüber.
Vor diesem Hintergrund betreut die deutsche Nichtregierungsorganisation AGEF das Projekt „Disaster prevention for the coastal regions in South Eastern Madagascar“. Die Vorsorgemaßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit den zuständigen madegassischen Behörden (BNGRC und CPGU) sowie weiteren internationalen NGO's.
Von November 2009 bis Dezember 2010 werden in vier Kommunen des Distrikts Manakara Katastrophenvorsorgemaßnahmen und Aktionen zur Stärkung der Selbsthilfekapazitäten durchgeführt. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung des Hyogo Rahmenaktionsplan „Implementation of Hyogo Framework Action“ und der National Strategy Disaster and Risk Management geleistet.
Im Mittelpunkt stehen Familien armer Dorfgemeinschaften, die aufgrund ihrer Wohn- und Einkommenssituation als besonders verwundbar gelten und die ohne diese Hilfe keine Möglichkeit zur Verbesserung ihres Schutzes vor Naturkatastrophen haben. In Trainings und Simulationsübungen werden die Bewohner in den Zieldörfern über Naturereignisse informiert und auf das Verhalten im Katastrophenfall vorbereitet. Vorgesehen ist darüber hinaus ein Pilotprojekt zur verbesserten Nutzung von Gemeinschaftsgebäuden als Notsammelpunkten, die sicheren Schutz vor Sturm, Regen und Überschwemmungen bieten. Das Projekt in einer Gesamthöhe von 186.000 Euro wird im Rahmen der humanitären Hilfe durch das deutsche Auswärtige Amt gefördert.
Katastrophenvorsorge im Nordosten Afghanistans:
Berliner Nichtregierungsorganisation AGEF mit Multiplikatorentraining für Provinzdörfer im Distrikt Kishim
Die Berichterstattung über Afghanistan konzentriert sich meist auf die unstabile Sicherheitslage im Süden des Landes. Der vergleichsweise ruhige und stabile Nordosten findet selten Beachtung. Dabei drohen auch hier Gefahren – nicht selten zeichnet die Natur dafür verantwortlich. Gerade im bergigen Distrikt Kishim in der Provinz Badkhshan, sehen sich die Einwohner regelmäßig Erdbeben, Hangrutschen, Überschwemmungen und Lawinen ausgesetzt. Die Naturgewalten treffen die stark unterentwickelte Region mit ihrer schlechten Infrastruktur, den Kriegsschäden und einer unzureichend ausgebauten Verwaltung besonders hart. Die Analphabetenrate liegt bei 85 Prozent, viele Menschen leiden unter Armut und Hunger.
Vor diesem Hintergrund engagiert sich die Berliner Nichtregierungsorganisation AGEF in einem bis Oktober 2010 laufenden Projekt mit einem Multiplikatorentraining zur Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten zur Katastrophenvorsorge. Durch die vom Auswärtigen Amt geförderten Maßnahmen werden Disaster Awareness Manager aus Dörfern der Provinz ausgebildet, die in der Folge ihr Wissen an die lokalen Dorfgemeinschaften weitergeben. Ziel ist die Sensibilisierung der Bevölkerung hinsichtlich der Beurteilung potenzieller Naturgefahren. Darüber hinaus werden präventive Maßnahmen und auch Möglichkeiten der Selbsthilfe in der schwer zugänglichen Region erläutert. Mit der gemeinsamen Schulung werden die Gemeindevertreter im Einzugsgebiet des Kishim-Flusses nicht zuletzt ermuntert, bei der Katastrophenvorsorge noch stärker zusammenzuarbeiten und sich auszutauschen.
Das Ausbildungsprogramm für die Disaster Awareness Manager umfasst Risikoanalyse und Bedrohungsszenarien genauso wie die Erstellung von Risikokarten und Notfallplänen, das Management von Notfallpunkten, Frühwarnung, Evakuierung oder die Beschilderung von Fluchtrouten. Neben dem Multiplikatorentraining profitieren die lokalen Dorfgemeinschaften auch direkt von dem AGEF-Projekt: Die Bewohner werden unter anderem in den Bereichen Erste Hilfe und Erstversorgung, Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Epidemien und Frühwarnung geschult. Dafür wird durch die Organisatoren Nothilfematerial bereitgestellt. Zur praktischen Illustration sind am Ende der Schulungen konkrete Notfallübungen geplant.
AGEF kann für diese Maßnahmen auf Erfahrungen aus einem Katastrophenvorsorgeprojekt in der Provinz Baghlan zurückgreifen, in dem von 2008 bis 2009 insgesamt 2000 Einwohner aus 21 Dörfern erfolgreich geschult wurden.
|
Berliner AGEF-Klausurtagung wagt Blick in die Zukunft
Berlin, 12.Februar 2010
Das AGEF-Team in Berlin
Der Mensch steht im Mittelpunkt. Was gelegentlich nur noch Floskel ist, beschreibt nach Meinung der AGEF-Mannschaft in Berlin am besten das eigene Selbstverständnis.
Grünau, ein Wintermärchen. Der Tagungsort im verschneiten Berliner Südosten bot zwei Tage lang Raum für Austausch und zum näheren Kennenlernen: 25 Fachkräfte bzw. studentische Mitarbeiter zählt allein das AGEF-Team in Berlin – und damit genug Stoff, um über aktuelle Aufgaben, über Projekte und Strukturen ins Gespräch zu kommen. Ganz zu schweigen von den vielen engagierten Mitarbeitern in den AGEF-Büros in Europa und Asien, mit denen „die Berliner“ täglich zusammenarbeiten.
Keine Klausur ohne Ausblick: Wo stehen wir mit unserer Arbeit und wo wollen wir hin? Wie können wir die in uns gesetzten Erwartungen erfüllen? Wo gibt es noch Potenziale? Wie können wir den von AGEF beanspruchten „Brain Gain für alle“ ebenso wie den Wert unserer Arbeit in den Einsatzländern von Afghanistan bis Madagaskar noch deutlicher nach außen tragen?
Spannende Fragen, für die es nicht immer einfache Antworten gibt. Wie auch? Die Arbeitsfelder von AGEF sind komplex, der Anspruch ist hoch. Case Chain Management, der von AGEF entwickelte Ansatz eines integrierten Migrationsmanagements, steht symbolisch für die Netzwerke, von denen Hoch- genauso wie Geringqualifizierte in einer wachsenden Zahl von Ländern profitieren.
Zwei Tage im Februar: profitiert von der AGEF-Klausurtagung haben zuerst die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Berlin. Ein richtiger Motivationsschub zur richtigen Zeit sei das gewesen, so das einhellige Fazit.
|
Alumniportal Deutschland -
Fachtag für Deutschland-Alumni und Partner in Irak
Einladung
an alle irakischen Absolventen deutscher Hochschulen und Ausbildungsinstitutionen zu einem eintägigen Fachtag für Deutschland-Alumni und Partner im Irak:
"Alumniportal Deutschland - Netzwerke und Kooperationen Deutschland-Irak"
Einführung in die Nutzungsmöglichkeiten des "Alumniportal Deutschland" für Irakische Fachkräfte, Diskussionen und Fachgespräche mit Experten aus Wirtschaft, Weiterbildung und Kultur, Workshops und Zeit für den Austausch mit anderen Deutschland-Absolventen und Partnern.
Am Dienstag den 23. Februar 2010 von 09.00 bis 17.00 Uhr, mit anschließendem Abendprogramm
In Erbil/Nordirak
Eingeladen sind auch deutsche Unternehmen und Organisationen vor Ort.
Reisekosten und Übernachtungskosten für Teilnehmer aus anderen Regionen Iraks (Basra/Bagdad) können auf Anfrage übernommen werden.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis spätestens 15. Februar 2010 über das "Portal" an. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf maximal 120 beschränkt.
Nach der Anmeldung senden wir Ihnen dann detailliertere Informationen zur Veranstaltung.
Für Rückfragen können Sie sich gerne per E-Mail an uns wenden:
Dagmar Mehrtens, APD-AGEF Berlin: apd@agef.de
Brijita Al-Bazi, Ansprechpartnerin für die Veranstaltung in Erbil/Nordirak: iraq@alumniportal-deutschland.org |
Informationsheft zum Karrierestart in Deutschland
AGEF hat ein Informationsheft herausgegeben mit dem Titel "Karrierestart in Deutschland? - Informationen für ausländische Hocschulabsolventen aus Drittstaaten". Darin werden Bedingungen für einen erfolgreichen Karrierestart für Absolventen deutscher Hochschulen aus Drittstaaten auf dem deutschen Arbeitsmarkt aufgezeigt.
Zum einen gibt es konkrete Hinweise für die aktive Planung und Umsetzung der Karriereplanung. Zum anderen werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, die für Drittstattenangehörige bezüglich Arbeitsaufnahme in Deutschland gelten, erläutert. Der Fokus liegt auf der aufenthaltsrechtlichen Situation unmittelbar ach dem erfolgreichen Studienabschluss sowie auf den Bedingungen zur Aufnahme verschiedener Arten von Erwerbstätigkeit.
Das Informationsheft gibt es als Druckexemplar oder PDF. Informationen erhalten Sie unter +49 30 50 10 85 11 unter beratung@agef.de |
Amman/Jordanien: Einführung in die Antragstellung für Fördergelder bei EU-Institutionen
Unter diesem Titel fand am 06.12.2009 in Amman/ Jordanien ein zweitägiger Workshop des Programm Rückkehrende Fachkräfte statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von AGEF in Kooperation mit dem Careerservice Jordan, der Jordan University und dem Verein Jordanischer Absolventen Deutscher Universitäten (VJADU). An der Veranstaltung nahmen über 30 Jordanier aus dem ganzen Land und unterschiedlichsten Forschungs- und Arbeitsdisziplinen teil.
Nach einer Einführung in die Institutionen und Strukturen der Europäischen Union ging es im Workshop um EU-Förderprogramme für Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Drittländern. Vorgestellt wurde z.B. das Instrument der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENPI), das 7. Forschungsrahmenprogramm und das Tempus-Programm. Fachlichen waren insbesondere die Bereiche Umwelt, neue Energien, Wasser und Forschung von Interesse. Exemplarisch wurden in Arbeitsgruppen eigene Projektideen entwickelt und Schritt für Schritt die einzelnen Stufen der Antragsentwicklung – von der Idee bis hin zum Budget – erarbeitet und im Plenum diskutiert. Als externe Referentin bot Frau Raghda Zaid, Direktorin der International Kooperationsabteilung des Jordan Information Point in Amman, einen umfassenden und praxisorientierten Einblick in die Arbeit des Informationsbüros und der Beratungsstrukturen vor Ort. Zudem bot sie eine sehr anschauliche Auswertungen der bisherigen Erfahrungen, die Jordanier mit Projektanträgen im Rahmen der Forschungsrahmenprogramme 4-6 machten.
Disussionen über Projektaktivitäten. Workshopteilnehmer in der Arbeitsgruppe |
Aktuelle Ausgaben "Erfolgreiche Rückkehrer im Portrait"
Im Rahmen des Programm Rückkehrende Fachkräfte stellen wir Ihnen in den Ausgaben von "Erfolgreiche Rückkehrer im Portrait" Deutschland-Absolventen nach der Rückkehr in ihre Heimatländer vor. Jede der insgesamt sieben Broschüren, die im Verlauf dieses Jahres erscheinen, ist einem Land gewidmet. Die Erfolgsportraits sind eine Fortsetzung der früheren Newsletter "Fachkräftepotential trained in Germany".
Ausgaben "Erfolgreiche Rückkehrer im Portrait" zum Download:
Erfolgreiche Rückkehrer im Portrait 01/09 - Mongolei.pdf
Erfolgreiche Rückkehrer im Portrait 02/09 - Jordanien.pdf
Erfolgreiche Rückkehrer im Portrait 03/09 - Vietnam.pdf
Erfolgreiche Rückkehrer im Portrait 04/09 - Georgien.pdf
Erfolgreiche Rückkehrer im Portrait 05/09 - China.pdf
Erfolgreiche Rückkehrer im Portrait 06/09 - Syrien.pdf
Erfolgreiche Rückkehrer im Portrait 07/09 - Ägypten.pdf
|
12.-13.11.2009 - Das Alumniportal Deutschland präsentiert sich auf dem Importshop Berlin
Das Internetportal Alumniportal Deutschland, das sich an Menschen aus aller Welt richtet, die in Deutschland studiert haben oder eine Aus- und Weiterbildung absolviert haben, präsentiert sich vom 11.-15. November auf dem Import Shop Berlin am Stand in den Berlinner Messehallen am Stand der Deutsch-Simbabwischen Gesellschaft.
Das Alumniportal Deutschland informiert über Veranstaltungen und Weiterbildungen, bietet Jobs und Aufträge für Alumni weltweit, gibt Tipps rund um die Deutsche Sprache und bündelt interessante News zu verschiedenen Ländern. Herzstück des Portals ist eine Online-Community, in der Deutschland-Alumni Kontakte aufbauen, sichern und pflegen können. Deutsche Unternehmen, Hochschulen, Organisationen der internationalen Zusammenarbeit finden hier Ehemalige, Experten und Fachkräfte. Sie können Jobs anbieten, netzwerken und sich präsentieren.
Kommen Sie zum Stand 115 in der Halle 8.1 und informieren Sie sich. Am 12. und 13.11. stehen Ihnen ganztägig Kollegen mit Auskünften zur Verfügung. Adresse und Lageplan finden Sie auf der Webseite des Import Shop Berlin.
Kontakt zu Alumniportal Deutschland
Web: Alumniportal Deutschland
E-Mail: apd@agef.de
Tel.: 030 50 10 85 0
Ansprechpartner: Dagmar Mehrtens, Antje Schöne[/p]
|
Pressemitteilung Juli 2009
Alumniportal Deutschland mit neuem Gesicht
Viele neue Funktionen, eine nutzerfreundliche Bedienung und ein attraktives Design: Das Alumniportal Deutschland, das virtuelle Netzwerk für Menschen aus dem Ausland, die in Deutschland studiert oder eine Ausbildung absolviert haben, ist in seiner neuen Version noch stärker den Bedürfnissen der Nutzer angepasst.
Das Internetportal www.alumniportal-deutschland.org war im September 2008 von Bundesministerin Wieczorek-Zeul in einer Test-Version eröffnet worden. Seitdem ermöglicht es erstmals allen Ehemaligen die organisationsübergreifende Kontaktaufnahme und Vernetzung. Geförderte von deutschen Organisationen wie InWEnt, DAAD oder dem Goethe-Institut sowie die große Gruppe der Menschen, die ihren Aufenthalt in Deutschland selbst finanziert haben, werden so zu „Deutschland-Alumni" und finden im Portal viele auf sie zugeschnittene Angebote und Möglichkeiten.
Um das Portal noch attraktiver für seine Nutzer zu machen, wurden Alumni in die Weiterentwicklung der Test-Version einbezogen. Resultat: Es ist jetzt noch einfacher und interessanter, Teil dieses weltweiten Netzwerkes zu sein. Im Zuge der Neugestaltung sind weitere Funktionen hinzugekommen, die die Kommunikation im Internet erleichtern. Bekanntes, wie die Verwaltung von Gruppen im Online-Netzwerk, wurde verbessert und intuitiver gestaltet. Es gibt nicht nur eine neue Startseite, sondern auch eine neue Rubrik „Thema des Monats“ - dieses Mal zu Online-Netzwerken - eine erweiterte Stellen- und Bewerberbörse, einen Veranstaltungskalender, Weiterbildungsangebote, interessante Alumni-News und ein umfangreiches Angebot rund um die deutsche Sprache.
Viele Tausend Deutschland-Alumni aus 163 Ländern nutzen das Portal bereits - und es werden täglich mehr.
Die Kooperationspartner
Das Alumniportal Deutschland ist ein Kooperationsprojekt von vier Organisationen der internationalen Zusammenarbeit: der Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte im Bereich Migration und Entwicklungszusammenarbeit (AGEF), des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Goethe-Instituts (GI) unter der Leitung der InWEnt gGmbH. Bislang zehn weitere „strategische Partner“ unterstützen diese Kooperation mit ihren weltweiten Strukturen und Angeboten für Alumni. Das Portal wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert.
Hintergrund
Jedes Jahr nutzen viele tausend Menschen aus und in aller Welt die Angebote deutscher Organisationen zum Erwerb neuer Kompetenzen. Die Vernetzung dieser Menschen über fachliche und kulturelle Grenzen hinweg ist der Garant für breites wirtschaftliches Wachstum und die Entwicklung offener Gesellschaften. Diese Vernetzung fand bislang nur innerhalb der Förderorganisationen statt. Für Menschen, die ihren Aufenthalt selbst finanziert haben, gab es bislang kaum Angebote, obwohl das Potenzial der Deutschland-Alumni enorm ist: Sie haben in Deutschland studiert und kennen die deutsche Kultur. Viele besitzen gute Kenntnisse der deutschen Sprache. Sie sind hochqualifiziert und nicht wenige befinden sich in ihren Heimatländern bereits in Schlüssel-positionen von Wirtschaft, Verwaltung oder Zivilgesellschaft. Deutschland-Alumni stehen für Kompetenz „trained in Germany".
Vor diesem Hintergrund wurde das Alumniportal Deutschland entwickelt.
Es ist ein in dieser Form weltweit einzigartiges Portal, das die deutsche Alumniarbeit effektiviert, vereinheitlicht, ihre Reichweite erhöht und die vielfältigen Kompetenzen und Potentiale der Deutschland-Alumni nutzbar macht - für die Alumni selbst, für deren Förderorganisationen und für alle anderen deutschen Unternehmen und Organisationen, die überall auf der Welt kompetente Ansprechpartner und Mitarbeiter benötigen.
Ansprechpartner:
Gerd Hönscheid-Gross
InWEnt gGmbH
Friedrich-Ebert-Allee 40
D-53113 Bonn
+49 228 4460 1694
team@alumniportal-deutschland.org
www.alumniportal-deutschland.org
AGEF beim Alumniportal Deutschland
Die Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte (AGEF) bringt ihre Expertise aus den Bereichen Beschäftigungsförderung und Migration in das Alumniportal Deutschladn ein und betreut insbesondere den Portalbereich Jobs & Karriere.
Ansprechpartner bei der AGEF Berlin für das Alumniportal Deutschland und speziell den Bereich Jobs & Karriere:
Dagmar Mehrtens und Antje Schöne
apd@agef.net |
Tagesseminar von STUBE und AGEF am 25. April 2009 in Berlin
Unter dem Titel „Praktika im Heimatland und Rückkehrförderung“ fand am 25.04.09 eine Veranstaltung von STUBE Berlin-Brandenburg und AGEF statt, zu der zahlreiche Studierende aus Afrika, Asien und dem Arabischen Raum gekommen waren. Gespannt hörten Sie zunächst den Erzählungen von Studierenden zu, die mit Unterstützung des Studienbegleitprogramms bereits ein Praktikum im Heimatland absolviert haben. Es kam zu einem regen Austausch zwischen den Seminarteilnehmern.
Im zweiten Teil, der von AGEF geleitet wurde, erhielten Sie Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten bei einer Rückkehr in ihre Heimatländer nach dem Studienende. Das Interesse war groß, da die meisten Teilnehmer das vorgestellte Programm Rückkehrende Fachkräfte (PRF) zuvor nicht kannten. Besonders das Thema Unterstützung bei der Arbeitssuche im Heimatland und den Beratern vor Ort stand im Mittelpunkt. Die Anregung zur Nutzung des Alumniportal Deutschland für die Jobsuche und viele weitere Informationen wurde ebenso positiv angenommen wie die Ausgabe der neuen Broschüre “Karrierestart in Deutschland - Informationen für ausländische Hochschulabsolventen aus Drittstaaten”.
Weitere Informationen zu Veranstaltungen und Seminaren im Rahmen des Programms Rückkehrende Fachkräfte unter www.getjobs.net.
|
Diskussionsveranstaltung zur rechtlichen Situation und beruflichen Perspektive ausländischer Studierender am 24.6.2009 an der Beuth Hochschule Berlin
Viele ausländische Studierende stehen nach ihrem Abschluss vor der Entscheidung, hier in Deutschland in den Arbeitsmarkt einzusteigen oder in ihr Heimatland zurück zu kehren. Die berufliche Perspektive spielt dabei eine entscheidende Rolle. Aber auch die rechtliche Situation muss frühzeitig geklärt werden. Um alle diese Punkte gemeinsam mit den Studierenden diskutieren und Lösungsvorschläge anzubieten, fand am 24. Juni 2009 die Informationsveranstaltung „Erst das Studium – und dann: wohin? Leben und Arbeiten in Deutschland oder Rückkehr ins Heimatland“ an der Beuth Hochschule Berlin (ehemalige TFH Berlin) statt.
AGEF stellte im Rahmen der Veranstaltung die Unterstützungsmöglichkeiten beim Berufseinstieg in Deutschland und im Heimatland durch das Programm Rückkehrende Fachkräfte vor, die bei den Studierenden auf großes Interesse stießen. Viele Studierende kannten das Programm zuvor nicht. Für die teilnehmenden Studierenden ergaben sich dadurch neue Perspektiven, die sie in ihre Entscheidung mit einbeziehen können.
Viele Unsicherheiten ihrer aufenthaltsrechtlichen Situation konnten die ausländischen Studierenden im Gespräch mit dem Vertreter des Landeseinwohneramtes Berlin, der für Ausländerangelegenheiten zuständig ist, klären. Die Problematiken bei der Umstellung auf die neuen Bachelor- und Master- Studiengänge, die für ausländische Studierende besondere Schwierigkeiten hervorrufen, wurden zusammen mit der Betreuerin für ausländische Studierende der Beuth Hochschule diskutiert.
Für das nächste Jahr wurden Planungen angestellt, die Veranstaltung in Kooperation mit weiteren Hochschulen durchzuführen.
Weitere Informationen zu Veranstaltungen und Seminaren im Rahmen des Programms Rückkehrende Fachkräfte unter www.getjobs.net. |
Jobs mit Zukunft - Workshop zum Thema „Erneuerbare Energien“ vom 14.-15. Mai 2009
Mit dem Workshop „Jobs mit Zukunft“ am 14 Mai 2009 konnten sich Studierende und Absolventen aus Entwicklungs- und Schwellenländern auf den Besuch der Jobmesse „Erneuerbare Energien“ in Gelsenkirchen vorbereiten. Im Workshop lernten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen, wie sie sich optimal auf die Ansprache internationaler Unternehmen vorbereiten können. In vielen praktischen Übungen bereiteten sie sich auf das Vorstellungsgespräch bei Unternehmensvertretern vor. Bei dem gemeinsamen Messebesuch am folgenden Tag nutzten die jungen Berufseinsteiger ihre Chance und wendeten die gewonnenen Kenntnisse erfolgreich an. Durch die gezielte praktische Vorbereitung meisterten sie die große Herausforderung.
Weitere Informationen zu Veranstaltungen und Seminaren im Rahmen des Programms Rückkehrende Fachkräfte unter www.getjobs.net.
|
„Gut vorbereitet ins Assessment Center“ – Bewerbungstraining am 03. Februar 2009 in Aachen
Immer mehr Unternehmen setzen auf die Methode des Assessment Centers für ihre
Personalauswahl. Um junge Absolventen und Absolventinnen auf diese Herausforderung vorzubereiten, veranstaltete die Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte (AGEF) in Kooperation mit ESG Aachen, dem Career Service der FH Aachen und dem Career Center der RWTH Aachen am 03. Februar 2009 ein Bewerbungstraining mit dem Schwerpunkt Assessment Center in Aachen.
Zunächst ging es um die Fragen: Wie geht es für mich nach dem Studium weiter? Und welche Berufsmöglichkeiten bieten sich mir in Deutschland und im Heimatland? Einige Studierende haben am Ende ihres Studiums bereits konkrete Vorstellungen und Ziele, andere stehen noch vor dieser Entscheidung. Gemeinsam konnten Strategien der Jobsuche erarbeitet werden.
Um sich der Methode des Assessment-Centers zu nähern, wurden die verschiedenen Elemente eines AC dargestellt und anhand von Beispielen erläutert.
Mit praktischen Übungen unter realen Assessment-Bedingungen konnten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen an entsprechende Aufgaben annähern. In der ersten Übung zur Präsentation stellte sich jeweils ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin der eigenen Gruppe vor. Anschließend wurde der Vortrag gemeinsam ausgewertet. In der Gruppendiskussion wurde das Thema „Was macht eine gute Führungskraft aus?“ diskutiert und die Gruppenergebnisse dem Plenum präsentiert. Gelernt haben die Studierenden, dass es weniger auf die Schnelligkeit der Lösungsfindung ankommt als darauf, wie ein Ergebnis in der Gruppe diskutiert wurde und zustande gekommen ist.
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren sich darin einig, dass sie einen guten Überblick über die Aufgabenstrukturen im Assessment bekommen haben und wertvolle Tipps für ihre eigene berufliche Zukunftsplanung sammeln konnten.
Weitere Informationen zu Veranstaltungen und Seminaren im Rahmen des Programms Rückkehrende Fachkräfte unter www.getjobs.net.
|
Jobs in der Entwicklungszusammenarbeit als Berufsfeld für Studierende aus Entwicklungs- und Schwellenländern, Gießen 31.10./1.11.2008
Welche Berufsfelder gibt es in der Entwicklungszusammenarbeit? Welche nationalen, internationalen und regionalen Arbeitgeber? Und wie kommt man an eine Arbeitsstelle in der sogenannten "EZ"?
Diese und viele weitere Fragen zum Arbeiten im internationalen Kontext stellen sich ausländische Studienabsolventen in Deutschland häufig, unabhängig aus welchen Fachrichtungen sie kommen. Denn Jobs in der EZ bieten Studierenden aus Entwicklungs- und Schwellenländern ein interessantes Berufsfeld in der Heimat.
Am 31.10. und 01.11.2008 haben sich knapp 20 Studierende und Absolventen aus 12 Nationen das Berufsfeld EZ sowie entsprechende Bewerbungs- und Einstiegsmöglichkeiten genauer angesehen: Im Rahmen des Seminars "Durchstarten in die berufliche Zukunft" bot die Arbeitgruppe Entwicklung und Fachkräfte (AGEF) gGmbH in Kooperation mit dem Studentenwerk Gießen Informationen über die bilaterale und multilaterale Entwicklungszusammenarbeit sowie über die vielfältigen Arbeitsfelder von Nicht-Regierungsorganisationen (NRO). Dabei wurde auch über potentielle Arbeitgeber und Einsatzfelder gesprochen.
Die Seminarteilnehmer beschäftigten sich intensiv mit der Frage, welche fachlichen und persönlichen Voraussetzungen für eine Tätigkeit im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit notwendig sind und erarbeiteten anhand ihrer Studien- und Praxiserfahrungen und Interessen ihr persönliches Qualifikationsprofil. Während einige bereits durch Praktika, studentische Jobs und ehrenamtliches Engagement erste relevante Erfahrungen gemacht haben, stellten andere fest, dass für eine entwicklungspolitische Tätigkeit erst wenige Grundlagen geschaffen wurden. Gemeinsam wurde eine langfristige Strategie entwickelt, welche Möglichkeiten es gibt, sich schon während des Studiums in Deutschland auf eine Tätigkeit in der EZ vorbereiten und qualifizieren zu können.
"Am interessantesten fand ich die Informationen über die Möglichkeiten, wie ich schon während des Studiums relevante Praxiserfahrungen sammeln kann“, bewertete ein Teilnehmer das Seminar. Für eine andere Teilnehmerin standen die Informationen zu potentielle Arbeitgebern, wie z.B. internationale Organisationen und NGOs und Tipps zur Recherche im Internet im Vordergrund.
Auf großes Interesse der Teilnehmer stießen vor allem die Fördermöglichkeiten des Programms Rückkehrende Fachkräfte (PRF), das nicht nur Unterstützung bei der Stellensuche im Heimatland bietet, sondern auch den beruflichen Einsatz in Entwicklungsprojekten und den Know-How-Transfer fördert.
Für Fragen zu den Veranstaltungen stehen wir Ihnen unter seminare@agef.de oder 030-501085-11 jederzeit gern zur Verfügung.
|
Alumniportal Deutschland gestartet
Am 11.September 2008 erhielten mit einem Knopfdruck durch die Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Frau Heidemarie Wieczorek-Zeul, 15.000 Deutschland-Alumni im anglophonen Subsahara-Afrika eine Einladung zum Alumniportal Deutschland. Weitere Informationen:
Pressemitteilung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung |
13. Internationale Metropolis Konferenz
Vom 27.-31. Oktober 2008 findet die 13. Internationale Metropolis Konferenz statt, dieses Jahr in Deutschland, Bonn.
Die Konferenz beschäftigt sich mit dem Themenkomplex Migration, Immigration, Integration und Entwicklung.
Das International Metropolis Project (Website in englischer und französischer Sprache) ist ein Forum, das Forschung, Politik und Praxis im Bereich Migration und Vielfalt zusammenführt. Ziel des Projekts ist, die akademische Forschungskapazität und politisch relevante Forschung in den Themenbereichen Migration und Vielfalt zu fördern und die Nutzung dieser Forschung durch Regierungen und Nichtregierungsorganisationen zu unterstützen.
In dem Jahrzehnt seit seiner Gründung hat sich das Projekt immer mehr ausgeweitet und umfasst nun Forscher, politische Entscheidungsträger, internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen aus Nordamerika, fast ganz Europa und großen Teilen der asiatisch-pazifischen Region. Am bekanntesten ist das Projekt wohl durch seine internationalen Konferenzen – die größten alljährlichen Zusammenkünfte von Experten auf dem Gebiet der Migration und Vielfalt.
An jeder Konferenz nehmen mehr als 700 Delegierte an den hochrangig besetzten Plenarveranstaltungen teil. Außerdem gibt es ein großes Angebot an Studienfahrten im Vorfeld der Konferenz sowie bis zu 70 parallel stattfindende Workshops. Die Konferenzen bieten den Delegierten – Experten wie Neulingen – Gelegenheit, wichtige Themen zu diskutieren, Lücken in Forschung und Politik zu identifizieren, internationale Erfahrungen zu vergleichen und das Metropolis-Netzwerk weiter zu entwickeln. (Quelle: Metropolis2008)
Unter dem Titel „Potential of Foreign Experts – New Challenges for Companies and Politics“ hat sich AGEF gGmbH um die inhaltliche Konzeption sowie die Durchführung eines der Konferenzworkshops beworben.
Detailinfos finden Sie hier www.metropolis2008.org
|
Berufliche Chancen nach dem Auslandsstudium in Deutschland
Seminar für "Multiplikatoren im Bereich der Beratung ausländischer Studierender und HochschulabsolventInnen"
24./25.9.2007, Berlin
Thema
Der Informationsbedarf ausländischer Studierender bezieht sich verstärkt auf Chancen und Möglichkeiten, damit das Auslandsstudium besser für einen Einstieg in das Berufsleben genutzt werden kann.
Das Seminar nahm diesen Beratungsbedarf zum Anlass, die Ansprechpartner ausländischer Studierender über Vorbereitungsmöglichkeiten für ihre Klienten auf den Arbeitsmarkt und den beruflichen Einstieg zu informieren. Die Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte (AGEF) gGmbH führte das Seminar im Rahmen des Programms Rückkehrende Fachkräfte (PRF) durch. Die 35 Teilnehmer und ausgewählte Referenten setzten sich aus Vertretern von (Hochschul-)Beratungsstellen und Vertretern ausländischer Studierendenverbänden zusammen.
Teilnehmer bei der Sichtung der Seminarunterlagen
Inhalte
Dr. Karin Lutze, stellvertretende AGEF Geschäftsführerin, erläuterte die Erwartungen ausländischer Studierende an ein Studium in Deutschland. Die Mehrheit erhofft sich fachliche und sprachliche Qualifikationen sowie praktische Erfahrungen, so Lutze. Dass Studierende sich häufig zu stark auf das Studium konzentrieren und dabei die Integration in die deutsche Gesellschaft vernachlässigen, stellte Chen Haozhong, Vorsitzender des chinesischen Studentenvereins der Fachhochschule Niederrhein, dar.
Achim Johannsen, Vertreter des Bundes der Deutschen Industrie (BDI) erläuterte die Schnittmenge zwischen Wirtschafts- und Entwicklungsleistungen in Entwicklungs- und Schwellenländern und betonte das Interesse von deutschen Firmen an qualifizierten Rückkehrern.
Das PRF umfasst verschiedenen Angebote zur konkreten Vorbereitung der beruflichen Reintegration für rückkehrende Fachkräfte. Qualifizierte Absolventen und Fachkräfte aus 23 Entwicklungs- und Transformationsländern können die Programmangebote für sich nutzen, so Gerd Müller (CIM/ZAV). Das Programm enthält Informations-, Beratungs- und Vermittlungskomponenten. In den meisten Programmländern stehen Berater für rückkehrende Fachkräfte den potentiellen Rückkehrern mit Informationen zum Arbeitsmarkt zur Seite, ergänzte Antje Löser, AGEF.
Martin Neubert, Ausländerbehörde Berlin, erklärte, dass ausländische Studierende nach ihrem Abschluss nun ein Jahr Zeit haben, sich eine qualifikationsentsprechende Arbeitsstelle in Deutschland zu suchen. Im Rahmen der Vorrangprüfung, muss jedoch die Bundesagentur für Arbeit entscheiden, ob die entsprechende Stelle nicht auch von einem deutschen Bewerber besetzt werden kann.
Dorothea Giesche, Studienbegleitprogramm (Stube) stellte die verschiedenen Fördermöglichkeiten für berufsvorbereitende Praktika und Studienaufenthalten im Heimatland (BPSA) des Stube-Programms vor.
Fazit / Empfehlungen
Berater und Ansprechpartner ausländischer Studierender sollten ihre Zielgruppe bereits zu Beginn des Studiums in Deutschland über die Anforderungen des Arbeitsmarktes in Deutschland und ihm Heimatland informieren und ihnen die Bedeutung von deutschen Sprachkompetenzen, Berufserfahrungen (auch durch Praktika) verdeutlichen. So kann der Berufsstart nach dem Studium erleichtert werden.
Bildergalerie...
|
Aktuelle Newsletter zum Thema rückkehrende Fachkräfte
Im Rahmen des "Programms Rückkehrende Fachkräfte" stellen wir Ihnen mit mehrmals jährlich erscheinenden Newsletter die Erfolge aber auch die Startprobleme für die berufliche Karriere von Deutschland-Absolventen nach der Rückkehr in ihre Heimatländer vor. Mit den Newslettern erhalten Sie Informationen zu neuen, interessanten Einsatzfeldern für das in Deutschland erworbene Know-how. Mit einer Auswahl an Bewerber- und Expertenprofilen sowie aktuellen Stellenangeboten möchten wir Ihr Interesse wecken, die Programmangebote für sich zu nutzen.
Hier finden Sie die aktuellen Newsletter „Fachkräftepotential trained in Germany“ für Bewerber und Arbeitgeber.
Newsletter Fachkraefte Trained in Germany 2008 (pdf):
Alumniportal-Deutschland_NL_12_2008.pdfFachkraefte_Trained_in_Germany_Georgien_NL_11_2008.pdfSonderausgabe_Berater_fuer_Rueckkehrende_Fachkraefte_NL_9-10_2008.pdfFachkraefte_Trained_in_Germany_Jordanien_NL_8_2008.pdfFachkraefte_Trained_in_Germany_Vietnam_NL_7_2008.pdfFachkraefte_China_NL_6_2008.pdfFachkraefte_Aegypten_NL_5_2008.pdfFachkraefte_Georgien_NL_4_2008.pdfFachkraefte_Mongolei_NL_3_2008.pdfFachkraefte_Syrien_NL_2_2008.pdfFachkraefte_China_NL_1_2008.pdf
Newsletter Fachkraefte Trained in Germany 2007 (pdf):
Sonderausgabe (pdf):
Sonderausgabe_NL_Berater_weltweit.pdf
China (pdf):
Fachkraefte_China_NL_5_2007.pdfFachkraefte_China_NL_4_2007.pdfFachkraefte_China_NL_3_2007.pdfFachkraefte_China_NL_2_2007.pdfFachkraefte_China_NL_1_2007.pdf
Arabische Länder (pdf):
Fachkraefte_Arabische_Laender_NL_4_2007.pdfFachkraefte_Arabische_Laender_NL_3_2007.pdfFachkraefte_Arabische_Laender_NL_2_2007.pdfFachkraefte_Arabische_Laender_NL_1_2007.pdf
Asien (pdf):
Fachkraefte_Asien_NL_4_2007.pdfFachkraefte_Georgien_NL_3_2007.pdfFachkraefte_Asien_NL_2_2007.pdfFachkraefte_Asien_NL_1_2007.pdf
|
Bewerbungsprozess, Vorstellungsgespräch und Assessment Center – Zwei Tage Training an der Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) in Berlin für Studierende und Absolventen aus China
„Ich bin zu einem Assessment-Center eingeladen – das dauert bis etwa 23:00 abends! Wie kann ich mich vorbereiten?“. Die Probleme junger Absolventen und Absolventinnen aus China im Bewerbungsprozess sind vielfältig, wenn sie sich nach dem Studium um den ersten Job bewerben.
Um sie auf diese Herausforderung vorzubereiten, veranstaltete die Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte (AGEF) in Kooperation mit dem International Office der FHW Berlin vom 06.-07. Juli 2007 ein Seminar über Karriere-Chancen für Studierende und Absolventen aus China.
Viele von ihnen interessieren sich für eine Tätigkeit bei deutschen Unternehmen – sowohl in Deutschland, als auch in China. Sie fragen sich, ob sie ihre Bewerbungsmappe richtig zusammenstellen und ob sie ein passendes Foto ausgewählt haben. Dazu beantwortete am ersten Seminartag eine Expertin aus dem Bereich der Personalvermittlung die Fragen der Teilnehmer und vermittelte aus der Praxis Tipps und Tricks zur Gestaltung von Bewerbungsunterlagen.
Die Unsicherheit vor dem Assessment-Center bei deutschen Unternehmen war damit noch nicht ausgeräumt. Zusätzlich zur künstlichen Stresssituation haben ausländische Studierende noch zusätzliche Probleme zu bewältigen. Die meisten von ihnen sprechen zwar perfekt Deutsch, allerdings können Anspannung und Nervosität dazu führen, dass viele ihre Sprachkompetenz im Assessment nicht voll zur Geltung bringen können. Müssen sie sich mit deutschen Mitbewerbern messen, fürchten viele beim Rollenspiel oder in der Gruppendiskussion im Nachteil zu sein.
Um so wichtiger ist die richtige Vorbereitung: Mit praktischen Übungen unter realen Assessment-Bedingungen konnten sich die Teilnehmer an entsprechende Aufgaben gewöhnen. Nach der in Assessments meist obligatorischen Postkorbübung versuchten sich drei Teams an einer Gruppendiskussion zum Thema „Was macht eine gute Führungskraft aus?“ und präsentierten anschließend ihre Ergebnisse. Auch wenn die Methode von der Auszählung bis hin zum demokratischen Abstimmungsverfahren des öfteren gewechselt werden musste und die Zeitvorgabe nicht eingehalten werden konnte: Am Ende präsentierten alle Gruppen ein Ergebnis.
Dennoch sind sich die Teilnehmer bewusst, dass es im richtigen Assessment keine zeitliche Verlängerung gibt – beim nächsten Mal muss es einfach schneller gehen. Gelernt haben sie auch, dass nicht automatisch die Gruppe, die zuerst ein Ergebnis präsentiert, als Gewinner gilt. Vielmehr kommt es darauf an, wie ein Ergebnis in der Gruppe diskutiert wurde und zustande gekommen ist.
Das Seminar endete mit einem Vortrag des Seminarleiters zur Unterstützung der beruflichen Integration in China durch Information, Beratung und Jobvermittlung im Rahmen des Programms Rückkehrende Fachkräfte. Viele der Teilnehmer hätten gerne noch einige weitere Übungen aus dem Assessment-Center absolviert und regten in der Feedbackrunde an, das Seminar über einen längeren Zeitraum als zwei Tage anzulegen. Einig sind sich die Teilnehmer darin, dass sie einen guten Überblick über die Aufgabenstrukturen im Assessment bekommen haben und viele Anregungen zur Gestaltung von Bewerbungsunterlagen mitnehmen können.
Einführung in das Seminar
Volle Konzentration bei der Gruppenarbeit im Assessment-Center
|
Existenzgründungsseminar in Nürnberg vom 06. – 07. Juli 2007
Sich zu verwirklichen, seine eigenen Ideen umzusetzen, unabhängig zu sein – kurz, das eigene Unternehmen zu gründen, ist für viele Studenten und Absolventen ein Traum. Um diesen Traum realisieren zu können und besser vorbereitet zu sein, haben sich Anfang Juli zwanzig Studenten und Absolventen aus der ganzen Welt, die in Deutschland studieren, in Nürnberg bei einem Seminar zum Thema „Existenzgründung“ eingefunden. Dabei war überraschend, dass ein großer Anteil von Ihnen sich im Bereich des Umweltschutzes engagieren will. Es wurden auch Konzepte zur Verwirklichung im Bereich des Internetbusiness, im Gesundheitsbereich und im Sektor der Unternehmensberatung etc. präsentiert. Die Teilnehmer haben zusammen mit Vertretern der Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte (AGEF gGmbH), Frau Dr. Lutze und Frau Hesse, wichtige Themen, die im Zusammenhang mit der Existenzgründung stehen, diskutiert und erörtert.
Nach einer Vorstellungsrunde sollten die Teilnehmer zunächst in Alleinarbeit Themen wie die Selbsteinschätzung, Kunden- und Konkurrenzanalyse bearbeiten. Dabei waren Tipps der Dozentin sehr hilfreich und haben die Teilnehmer zum Nachdenken angeregt. „Durch die Selbsteinschätzung während des Seminars habe ich darüber nachdenken müssen, ob ich unternehmerische Fähigkeiten besitze.“ So ein Teilnehmer des Seminars. |  | Vortrag Frau Dr. Lutze (AGEF gGmbH) | Eigenarbeit |
Vorstellungsrunde
In kleinen Arbeitsgruppen wurden zusammen Investitionspläne und Marketingpläne für die zukünftigen Unternehmen erstellt und in einer gemeinsamen Auswertung besprochen. Außerdem erhielten die Teilnehmer Einblicke in Themengebiete wie den Preisbildungsprozess, die Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Aufbau und Inhalt des Businessplanes. Mittels dieser Informationen war es denn Teilnehmern möglich, ihr Gründungsvorhaben näher zu beleuchten. Durch das lebhafte Interesse und die Neugier der Teilnehmer wurden neben diesen Themen auch andere inhaltlich relevante Komplexe wie Wahl der Rechtsform und damit verbundene Vor- und Nachteile angesprochen. Gruppenarbeit
Im Anschluss an dieses zweitägige Seminar erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit ein individuelles Gespräch mit den beiden Dozentinnen zu führen. Dieses Angebot wurde mit einer großen Resonanz angenommen. Zu guter Letzt hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, auf der Existenzgründungsmesse START selbst nach geeigneten Partnern zu schauen, sich Ideen und weiterführende Tipps zu holen und an interessanten Foren teilzunehmen.
Die Teilnehmer werden im nächsten Schritt ihre Planungen und Vorbereitungsarbeiten für das Gründungsvorhaben konkretisieren. Für eine gute Vorbereitung und die spätere Umsetzung im Heimatland steht ihnen das Programm Rückkehrende Fachkräfte zur Verfügung. Im Seminar fand eine intensive Diskussion über die verschiedenen Programmangebote statt. Neben der Vermittlungsunterstützung für gut qualifizierte Jobs und den hier möglichen Gehaltszuschüssen, ist für alle, die die Selbständigkeit anstreben auch die Komponente der Zuschusses zur Einrichtung eines eigenen Arbeitsplatzes sehr interessant.
Das Feedback einer Teilnehmerin: „Ich war froh teilgenommen zu haben. Ich habe viel gelernt und weiß nun, ob die Vorbereitung für die Gründung meines Unternehmens in die richtige Richtung gehen. Vielen Dank.“ |
Mit Kompromissfähigkeit punkten? Karriere-Chancen für Studierende und Absolventen aus Asien in Saarbrücken
„Meine Kompromissfähigkeit würde ich im Bewerbungsverfahren nicht betonen“, sagt die junge Seminar-Teilnehmerin aus China. „Wir Asiaten gelten doch ohnehin als kompromissfähig“.
Eine spannende Diskussion über die allseits von Unternehmen geforderten Soft-Skills entbrannte zwischen den Teilnehmern des Seminars „Durchstarten in die berufliche Zukunft! – Karriere-Chancen für Studierende und Absolventen aus Asien“, das von der Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte (AGEF) am 22./23.06.2007 in Saarbrücken veranstaltet wurde. Das Seminar bot den Teilnehmern Unterstützung bei der Karriereplanung im Heimatland nach Abschluss ihres Studiums in Deutschland und Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen des Programms Rückkehrende Fachkräfte.
An zwei Tagen arbeiteten 23 junge Absolventen deutscher Hochschulen aus China, Indonesien, Vietnam und der Mongolei an ihrem beruflichen Profil, an ihren Bewerbungsunterlagen und ihrer beruflichen Zukunftsplanung. Einige von ihnen wollen nach dem Studium zunächst in Deutschland Berufserfahrung sammeln. Viele möchten in ihr Heimatland zurückkehren oder nennen unabhängig vom Heimatland Asien als ihre gewünschte Arbeitsregion.
Vor allem, wenn man die Anforderungen gleich mehrerer Arbeitsmärkte zu bedienen hat, lohnt sich eine intensive Beschäftigung mit der Karriereplanung. Ob man nämlich bei einem chinesischen Unternehmen mit seiner Teamfähigkeit genauso punkten kann wie bei einer in China tätigen deutschen Firma, bezweifelt ein Teilnehmer: „In China spielt Teamfähigkeit keine so große Rolle wie in Deutschland“. Solche Unterschiede gilt es vor dem Bewerbungsprozess zu bedenken.
Somit wurde auch der Nutzen des Qualifikationsprofils schnell ersichtlich, das die Teilnehmer in den ersten Seminarstunden entwickelten. Es lohnt sich zu überlegen, bei welcher Tätigkeit, Praktikum oder welchem Seminar man bestimmte Fertigkeiten erworben hat – dazu zählen fachliche Kompetenzen genauso wie Soft-Skills. „Am Anfang der Übung dachte ich noch, dass ich eigentlich gar nicht viel kann. Jetzt sehe ich schwarz auf weiß, dass hier doch einiges zusammenkommt.“, sagt eine Seminarteilnehmerin aus Indonesien.
Übung von Vorstellungsgesprächen
Erstellung des beruflichen Profils
|
„Jobs in der Entwicklungszusammenarbeit“ – Berufsfeld für ausländische Studierende aus Entwicklungs- und Schwellenländern, TU Dresden, 29./30.06.07
Eine Tätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit ist für deutsche wie auch für ausländische Studierende oft attraktiv. Ausländische Absolventen sehen in diesem Berufsfeld eine große Chance, ihre in Deutschland erworbenen Fachkenntnisse in ihrem Herkunftsland sinnvoll einzubringen. Die fachlichen Voraussetzungen bringen sie durch ihren deutschen Studienabschluss mit. Im Vergleich zu ihren deutschen Kommilitonen müssen sie sich nicht in eine fremde Kultur einleben oder aufwendig eine neue Sprache erlernen, sofern sie in ihrem Heimatland tätig werden.
Am 29. und 30.06.07 hatten Absolventinnen und Absolventen der TU Dresden die Möglichkeit, durch ein Seminar der Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte (AGEF) in Kooperation mit der TU Dresden aus erster Hand Informationen über das Tätigkeitsfeld der Entwicklungszusammenarbeit zu erhalten. Seminarleiter Klaus Dünnhaupt als Geschäftsführer von AGEF, einer Organisation der Entwicklungszusammenarbeit mit einigen hundert Mitarbeitern in verschiedenen Ländern konnte durch seine eigene langjährige Erfahrung mit der Auswahl von Mitarbeitern für Projektvorhaben im Ausland viele praktische Tipps und Hinweise geben.
Viele der Seminarteilnehmer hatten ihr Studium bereits auf den Bereich der Entwicklungszusammenarbeit ausgerichtet: Sie sind in den Fächern Berufspädagogik, Umweltökonomie oder Umwelt- und Ressourcenmanagement immatrikuliert. „Berufspädagogen“, so Dünnhaupt, „kommen vielfach auch in den AGEF-Auslandsprojekten der beruflichen Bildung zum Einsatz.“ Aber auch Studierende aus scheinbar fachfremden Disziplinen wie den Ingenieurswissenschaften oder Architektur begeistern sich für Stellen in der Entwicklungszusammenarbeit. Sie haben ebenfalls gute Chancen, vor allem wenn sie sich auf Schwerpunktgebiete und Tätigkeitsfelder der Entwicklungszusammenarbeit wie Umwelttechnik oder Wassermanagement spezialisieren.
Der Traumberuf ist allerdings mit einigem Aufwand verbunden, wie die Seminarteilnehmer schnell erfahren müssen. Vor allem die Bewerbungsverfahren bei Internationalen Organisationen sind zeitaufwendig. Die Teilnehmer lernten unter anderem die Unterschiede zwischen dem Europass-Lebenslauf und speziellen CVs für Experten und Gutachter kennen. Jeder musste zudem unter den Augen der Seminarteilnehmer eine Selbstpräsentation wie im Assessment-Center darbieten. Eine Aufgabe, die allen Anwesenden schon sehr gut gelang.
Das Seminar endete mit einem Vortrag über das entwicklungspolitisch orientierte Programm Rückkehrende Fachkräfte, mit dem Absolventen aus Entwicklungs- und Schwellenländern durch Information, Beratung, Arbeitsvermittlung und finanzielle Förderung beim Berufseinstieg im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit unterstützt werden können.
In den Pausen und nach dem Seminar war schließlich auch noch genügend Zeit für Einzelgespräche mit dem Seminarleiter, um die nächsten Schritte im Bewerbungsprozess und sinnvolle Praktika zu besprechen. Auch die Teilnehmer untereinander tauschten eifrig Tipps und Tricks sowie E-Mail-Adressen aus.
Insgesamt ist auch AGEF-Geschäftsführer Dünnhaupt zuversichtlich, dass viele der Teilnehmer großes Potenzial besitzen, um im umkämpften Arbeitsmarkt Entwicklungszusammenarbeit den Einstieg zu finden.
|
Jobmesse als Chance – ausländische Studierende auf dem Weg in die berufliche Zukunft
„Ich bin erstaunt, wie viele Informationen man in nur 15 Sekunden unterbringen kann.“ sagt ein junger vietnamesischer Student der TU-Dresden. Er nimmt gerade am Workshop „Startklar zur Bonding-Jobmesse?“ für ausländische Studierende und Absolventen aus Entwicklungs- und Schwellenländern teil, das von der Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte (AGEF) an der TU Dresden durchgeführt wird. Vom Akademischen Auslandsamt der TU organisiert, bereiten sich die Teilnehmer in einem dreistündigen Seminar auf den Besuch der Bonding-Messe am 08.05.2007 vor, um anschließend auf der Jobmesse Bewerbungsgespräche mit Personalverantwortlichen zu führen.
Bei der Vorstellungsrunde wird deutlich, dass die Teilnehmer mit unterschiedlichen Erwartungen gekommen sind. Eine Absolventin aus Kenia möchte an ihren Bewerbungsunterlagen arbeiten. Eine Studentin der Ingenieurswissenschaften aus Vietnam ist im 8. Semester und sucht ein Unternehmen, in dem sie ihr Fachpraktikum absolvieren kann. Ein anderer Teilnehmer schließt bald das Studium ab und fragt nach beruflichen Einstiegsmöglichkeiten in China.
Eines ist aber allen Teilnehmern gemein. Sie möchten auf der Messe Kontakte zu Unternehmensvertretern knüpfen, um sich aus erster Hand über die jeweiligen Firmen und ihre Aktivitäten im Ausland zu informieren.
Gleich die erste Übung zu Seminarbeginn konfrontiert die Teilnehmer mit der Situation, die sie einige Stunden später zu bewältigen haben: Der Gesprächseinstieg am Messestand.
Zu zweit haben sie sich zusammengefunden – der eine ist in der Arbeitgeberrolle, der andere spielt den Bewerber, der sich innerhalb von 15 Sekunden mit Namen, Studienfach und Semesterzahl vorstellen soll. Wie schaffe ich in nur 15 Sekunden den Gesprächseinstieg? Am Anfang gar nicht so einfach, aber nach einer Reihe von Durchgängen geht die Vorstellung allen Teilnehmern locker von der Hand.
Was für deutsche Studierende bereits eine Herausforderung bedeutet, ist für ihre ausländischen Kommilitonen noch viel komplizierter. Die wenigsten trauen sich, Firmen auf der Messe anzusprechen, obwohl sie sehr gute Deutschkenntnisse haben. Andere haben noch keinen Lebenslauf erstellt, da sie unsicher sind, wie man in Deutschland Bewerbungsunterlagen gestaltet.
Im Seminar lernen die Teilnehmer nicht nur, wie man auf einer Jobmesse Unternehmen anspricht, sondern auch, wie man aussagekräftige Bewerbungsunterlagen erstellt. „Vor allem das Anschreiben fällt vielen ausländischen Studierenden schwer. Wir raten immer, ein Anschreiben von deutschen Kommilitonen Korrektur lesen zu lassen. Auch wenn viele sehr gut deutsch können, gibt das zusätzliche Sicherheit.“, sagt Jens Lauterbach, der das Seminar leitet.
Die Teilnahme an Jobmessen lohnt sich seiner Meinung nach in jedem Falle, auch wenn ausländische Studierende nicht in Deutschland, sondern in ihrem Heimatländern den beruflichen Einstieg suchen. Wie zum Beispiel einer der Seminarbesucher, der gerade seine Diplomarbeit in Elektrotechnik schreibt. „Wenn ich in den ersten Monaten nach Abschluss meines Studiums keinen Job finde, gehe ich nach Vietnam zurück. Zwar gewöhnt man sich mit der Zeit an die vielen positiven Dinge in Deutschland, zum Beispiel das Gesundheitssystem. Aber in Vietnam sind momentan die Chancen einfach größer, beruflich etwas Eigenes aufzuziehen.“
Ob sich ein Besuch der Bonding-Messe auch lohnt, wenn man in Vietnam arbeiten möchte? „Sicher“, betont Lauterbach. „auf den Messen sind zahlreiche weltweit tätige Firmen präsent. Deutsche Mittelständler führen viele Projekte in außereuropäischen Ländern durch. Auch wenn sie keine eigenen Büros vor Ort haben, suchen sie qualifiziertes Personal. Absolventen mit abgeschlossenem Studium in Deutschland sowie mit deutschen Sprachkenntnissen kommen bei diesen Firmen gut an.“
Zahlreiche Unternehmensvertreter signalisierten reges Interesse an ausländischen Absolventen als Personalressource. „Bei der diesjährigen Connecticum in Berlin habe ich eine Stellenausschreibung für ein Trainee-Programm in Indien gesehen. Die Firma hat nach Hindi-Muttersprachlern gesucht. Nur wenige Absolventen bringen diese Voraussetzung mit. Kommt zu den Hindi-Sprachkenntnissen noch das richtige Studienfach hinzu, stehen die Chancen sicher nicht schlecht.“
Um die Mittagszeit ist dann auch für die Teilnehmer der Praxistest angesagt. Ausgestattet mit Tipps zum Auftreten sowie mit einer Liste von weltweit tätigen Unternehmen, die auf der Messe vertreten sind, vor allen Dingen aber hoch motiviert bewegen sie sich in Richtung berufliche Zukunft.
Weitere Informationen im Flyer "Programm Rückkehrende Fachkräfte" (pdf)
|
|
|
|
 |
|